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Gold-Schwimmerin Franklin: College oder Kohle?

17.08.2012, 11:39 Uhr | dpa

Gold-Schwimmerin Franklin: College oder Kohle?. Missy Franklin war in London und so erfolgreich wie keine andere Athletin.

Missy Franklin war in London und so erfolgreich wie keine andere Athletin. (Quelle: dpa)

Boston (dpa) - Sie war Amerikas Golden Girl bei den Sommerspielen in London und so erfolgreich wie keine andere Athletin. Doch ab sofort will Missy Franklin wieder eine normale Schülerin an der Regis Jesuit High School in Aurora/Colorado sein.

So wie die Schwimmerin es vor den Sommerferien gewesen ist. "Es wird so sein wie immer. Ich gehe in die selbe Schule wie die vergangenen drei Jahre und ich freue mich drauf", sagt Franklin. Doch es ist kaum davon auszugehen, dass für die Zwölftklässlerin das Leben normal weitergehen kann. Dafür ist zu viel passiert.

Im Aquatics Center von London hat sie vier Gold- und eine Bronzemedaille gewonnen, zudem Weltrekorde über die 200 Meter Rücken und mit der 4x100 Meter Lagenstaffel aufgestellt. Als erste Amerikanerin ist Franklin über sieben Strecken gestartet. Sie selbst spricht von "der besten Woche meines Lebens". Die 17-Jährige gewann nicht nur fünf Medaillen, sondern mit ihrer unbekümmerten Art auch die Herzen von Millionen ihrer Landsleute.

Und die wollen nun wissen, wie es mit dem Teenie-Star weitergeht. Denn Franklin steht vor der schwierigen Frage: College oder Kohle? Soll sie ihr Gold zu Geld machen und lukrative Sponsorenverträge annehmen - Experten schätzen ihren Werbe-Wert auf mehrere Millionen Dollar. Oder ab Herbst 2013 studieren und für ein Universitäts-Team in der hochklassigen und prestigeträchtigen College-Liga schwimmen, so wie sie es immer vorhatte? Beides geht nicht. Gemäß den College-Statuten hat jeder Student einen Amateur-Status und darf deshalb mit seinem Sport kein Geld verdienen.

Die 16-jährige Gabrielle Douglas, die in London Turn-Gold mit der Mannschaft und im Mehrkampf gewann, schloss unmittelbar nach ihren Erfolgen einen Werbevertrag mit einem Müsli-Hersteller ab. Franklin hingegen grübelt noch, hat erste Anfragen bereits abgelehnt. "Es ist auf jeden Fall hart gewesen, das war alles andere als schön", betont sie. Mutter D.A. Franklin hofft, dass ihre Tochter studiert. Sie ist besorgt, wenn sie an die Verantwortung denkt, die Sponsoren-Deals mit sich bringen. "Ich würde es nicht mögen, wenn Missy all die Freude und Energie für ihren Sport verlieren würde", sagt sie.

Die Entscheidung ist längst keine mehr, die die Familie daheim in aller Ruhe trifft. Missy Franklin ist Amerikas Darling geworden, knapp 372 000 Menschen folgen ihr bei Twitter - unter anderem Justin Bieber. Am Mittwoch war sie zu Gast in der "Jay Leno-Show" - auch dort ging es hauptsächlich um das eine Thema. Ihre Entscheidung würde ihr nach London auf jeden Fall schwerer fallen, da sie viel mehr Angebote bekommen habe, erklärte Franklin. "Aber ich wollte immer am College schwimmen. Ich liebe es, zu einem Team zu gehören."

Leigh Steinberg empfiehlt ihr, zu studieren. Der Manager hat mit zahlreichen Athleten wie Eiskunstläufer Brian Boitano oder den NFL-Quarterbacks Troy Aikman und Steve Young zusammengearbeitet. Er glaubt, dass für Franklin nach den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro noch mehr Geld möglich sei. "Ich wette, dass sie besser dran ist, die jetzigen Angebote nicht anzunehmen und zu warten, bis sie noch berühmter ist", sagt Steinberg.

Franklin wird sich ihre Entscheidung reiflich überlegen, die Nation alles gespannt verfolgen. Doch oberste Priorität hat für die 17-Jährige ab kommender Woche erst einmal die High School. "Ich habe mir einige richtig lustige Klassen ausgesucht und freue mich drauf - vor allem auf Forensische Wissenschaft. Das ist wie CSI Miami."

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