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Todes-Drama um somalische Olympionikin Samia Yusuf Oman

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Todes-Drama um somalische Olympionikin

20.08.2012, 13:49 Uhr | sid, dpa

Todes-Drama um somalische Olympionikin Samia Yusuf Oman. Samia Yusuf Oman als 17-Jährige bei den Olympischen Spielen in Peking 2008. (Quelle: dpa)

Samia Yusuf Oman als 17-Jährige bei den Olympischen Spielen in Peking 2008. (Quelle: dpa)

Die somalische Sprinterin Samia Yusuf Oman, die 2008 bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking Fahnenträgerin ihres Land war, ist bei einer Seeüberfahrt in Richtung Süditalien ums Leben gekommen. Die 21-jährige 200-Meter-Läuferin war mit anderen Migranten an Bord eines Fischerbootes aus Libyen abgefahren, um Italien zu erreichen.

Sie kam - vermutlich Anfang April - bei einem Schiffsbruch im Kanal von Sizilien vor der Küste Maltas ums Leben. Dies berichtete Abdi Bile, 1500-m-Weltmeister von Rom 1987, bei Feierlichkeiten anlässlich der beiden Olympiasiege des britischen Läufers Mo Farah, der in Somalia geboren wurde. "Wir sind über Mos Erfolge sehr glücklich, wir dürfen Samias Drama jedoch nicht vergessen", sagte Bile der "Gazzetta dello Sport".

Mutter verkaufte sogar ein Grundstück

Omans Ziel war ursprünglich nicht Italien, sondern London. Der Grund: Sie wollte auf eigene Faust an den olympischen Spielen teilnehmen. "Aus Geldgründen wussten wir nicht, ob Somalia Athleten nach London schicken würde. Sie hatte uns daher vorgeschlagen, allein London zu erreichen", berichtete Samias Trainer Mustafa Abdelaziz.

"Wir haben Geld gesammelt, um ihr die Reise zu zahlen. Ihre Mutter hat sogar deswegen ein kleines Grundstück verkauft", sagte der Coach weiter. "Samia ist voller Hoffnungen abgereist. Wir wussten, dass die Reise nach Europa gefährlich war, wir dachten jedoch nicht, dass sie das Leben verlieren würde. Ihr Tod hat uns zutiefst erschüttert.“

"Ich renne gegen den Hass"

Samia Yusuf Oman hatte sich als 17-Jährige gegen den Widerstand in ihrer muslimischen Heimat den Olympiastart in Peking erkämpft. "Ich renne gegen den Hass in meinem Land und um meiner Familie zu helfen", berichtete sie damals. Nach ihrem viel beachteten 200-m-Lauf, in dem sie in persönlicher Bestzeit von 32,16 Sekunden den letzten Platz belegte, wurde sie von den Zuschauern frenetisch gefeiert.

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