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FC Bayern München im Teamcheck: Der FCB muss auf einen Lauf hoffen

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Der FC Bayern muss auf einen Lauf hoffen

20.08.2012, 16:25 Uhr | t-online.de

FC Bayern München im Teamcheck: Der FCB muss auf einen Lauf hoffen. Neuzugang Mario Mandzukic erzielt im Supercup gegen Dortmund einen Treffer.  (Quelle: imago)

Neuzugang Mario Mandzukic erzielt im Supercup gegen Dortmund einen Treffer. (Quelle: imago)

Nach zwei titellosen Spielzeiten ist der Erfolgshunger an der Säbener Straße mindestens so groß wie der Erfolgsdruck. Die Ansage von Uli Hoeneß ist klar und unmissverständlich: "Wir müssen alles daran setzen, um die Vorherschaft, die Dortmund sich kurzfristig erobert hat, wieder zurückzuholen. Das erklärte Ziel des FC Bayern München muss sein, unangefochten die Nummer eins in Deutschland zu sein. Dem wird alles untergeordnet", sagte der Klub-Präsident.

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Damit der neu erwachsene nationale Konkurrent aus Dortmund nicht noch ein drittes Mal die Nase vorn behält, hat der FC Bayern in der Sommerpause kräftig aufgerüstet. Die Königspersonalie ist dieses Mal allerdings kein Spieler, sondern ein Funktionär: Mit Matthias Sammer gelang dem Rekordmeister ein Coup. Der sofort in die Führungsetage aufgenommene Sportvorstand und Nachfolger des farblosen Christian Nerlinger soll den Vize-Bayern wieder neue Siegermentalität einhauchen.

Personelle Situation

Während Sammer neben dem Feld agiert, sollen auf dem Rasenrechteck andere für die Schlagzeilen sorgen. Die von Hoeneß angekündigte "Bombe für den Sturm" blieb zwar aus, doch mit dem Ex-Wolfsburger Mario Mandzukic und dem Rückkehrer Claudio Pizarro hat man neben Mario Gomez nun ausreichend Qualität im Angriff, um bei einem Rückstand noch einmal reagieren zu können. Das war in der zurückliegenden Saison ein großes Manko. Mit dem unbekümmerten Offensiv-Allrounder Xherdan Shaqiri konnte man obendrein noch einen jungen, hochtalentierten Mann vom FC Basel verpflichten. Der 21-Jährige befindet sich in einer bemerkenswerten Frühform.

In der Abwehr sorgt der ehemalige Gladbacher Dante für mehr Alternativen. Mit Tom Starke von der TSG Hoffenheim heuerte zudem ein gestandener Bundesliga-Torwart als Backup für Manuel Neuer an. Da der FC Bayern keinen prominenten Abgang zu verzeichnen hat, kann man klar von einer ebenso quantitativen wie qualitativen Kader-Verstärkung sprechen. Auf der Sechser-Position fehlt noch der gesuchte Spitzenmann, doch die Verpflichtung von Wunschkandidat Javi Martinez (Athletic Bilbao) scheint bereits beschlossene Sache zu sein.

Stärken und Schwächen

Keine andere Mannschaft - auch nicht Borussia Dortmund - ist von der individuellen Klasse so stark besetzt wie der FC Bayern. Bei den Roten kann fast jeder Spieler mit einer Einzelaktion ein Spiel ganz alleine entscheiden. Auch in der Breite ist man nun im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser aufgestellt. Trainer Heynckes hat Alternativen und kann Druck ausüben, sobald sich jemand ausruhen möchte.

Doch bei all diesen Stars und Sternchen droht der Teamgeist schnell auf der Strecke zu bleiben. Während Hauptkonkurrent Dortmund sich als geschlossene Einheit präsentiert, ist der FCB davon weit entfernt. Auch der Knacks der vermeintlichen Führungsspieler Schweinsteiger, Lahm und Co. nach der Vize-Saison aus dem Vorjahr darf nicht unterschätzt werden.

Der Trainer

Jupp Heynckes hat noch einen Vertrag bis zum Saisonende. Dennoch dürfte der auslaufende Kontrakt weder den Coach schwächen, noch für Unruhe sorgen. Der 67-Jährige ist ein sehr guter Freund von Hoeneß und genießt allein dadurch schon totale Rückendeckung des gesamten Klubs. Bei der Mannschaft genießt er hohes Ansehen. Heynckes selbst geht völlig entspannt mit seiner Situation um. Sollte der FC Bayern nach der Saison ohne ihn planen, beginnt für Don Jupp der Ruhestand. Gut möglich aber, dass er auch seinen Vertrag noch einmal verlängert. Mit Sammer hat er einen Mann an seiner Seite, der ihm eher helfen wird, anstatt für Dissonanzen zu sorgen. Dazu sind beide zu erfahren, zu erfolgsorientiert und zu wenig profilneurotisch veranlagt.

Prognose

Die Bayern beendeten die vergangene Saison mit 73 Punkten. In 49 Jahren Bundesliga wäre man mit dieser Punktzahl 45 Mal Meister geworden. Allerdings hatte Dortmund im Mai 2012 satte acht Zähler mehr auf dem Konto. Die Borussen werden sich auch in der kommenden Spielzeit keine Blöße geben. Mit anderen Worten: Der FC Bayern muss an 34 Spieltagen an seine Leistungsgrenze gehen und darf sich so gut wie keinen Ausrutscher erlauben. Außerdem müssen sie ihren Angstgegner aus Dortmund mindestens einmal in die Knie zwingen - keine leichte Aufgabe im stets aufgeregten München. Präsident Hoeneß weiß schon, warum er vorerst auf das Mia-san-Mia-Gerede verzichtet.

Für den Titel muss der FC Bayern einen Lauf erwischen, alles muss perfekt passen und ein Rädchen ins andere greifen. Das ist im aufgeregten München nicht immer so einfach. Früher konnte man in der Medienstadt auch Nebenkriegsschauplätze eröffnen und es hat trotzdem zum Titel gereicht. Das kann man sich bei der bärenstarken Konkurrenz aus dem Ruhrpott nun nicht mehr leisten. Sonst heißt der Meister 2013 erneut Borussia Dortmund.

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