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Lockout droht - Saisonverlust wäre "Tod der NHL"

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Lockout droht - Saisonverlust wäre "Tod der NHL"

31.08.2012, 10:50 Uhr | dpa

Lockout droht - Saisonverlust wäre "Tod der NHL". Der NHL droht ein Lockout.

Der NHL droht ein Lockout. (Quelle: dpa)

Boston (dpa) - In Nordamerika streiten sich Clubbesitzer und Profis um einen neuen Arbeitstarifvertrag in der Eishockey-Liga NHL. Es droht ein Lockout - mal wieder. Zuletzt fiel 2004/05 die Saison komplett aus. Beide Seiten sind gewarnt und bewegen sich auf dünnem Eis.

In ganz Europa gilt die Eishockey-Saison 2004/05 auch heute noch als eine der Besten überhaupt. In Nordamerika konnten sich Teambesitzer und Profigewerkschaft NHLPA nicht auf einen Arbeitsvertrag einigen. Die Spielzeit fiel komplett aus und viele Superstars wie Jaromir Jagr, Teemu Selänne, Peter Forsberg oder Pawel Dazjuk zeigten in den Heimatligen ihr Können.

Ein ähnliches Szenario könnte sich womöglich bald wiederholen. Am 15. September endet die Laufzeit des aktuellen Tarifvertrags. Verständigen sich beide Seiten bis dahin nicht auf einen neuen Kontrakt, werden die Spieler von ihren Teams vor die Tür gesetzt. Es wäre nach Football-Liga NFL und Basketball-Liga NBA der dritte Lockout innerhalb von 18 Monaten im nordamerikanischen Profisport.

Zwar haben sich Teambesitzer und Gewerkschaft bereits zu Gesprächen getroffen, von einem Konsens sei man aber noch weit entfernt, hieß es. "Die NHL hat ein schlechtes Angebot gemacht, das wir so nicht annehmen können", sagt Dennis Seidenberg im Gespräch mit der Nachrichten-Agentur dpa. Der Verteidiger der Boston Bruins, Champion von 2011, verfolgt die Verhandlungen gespannt und hofft, "dass wir noch einen Deal hinbekommen. Es wäre schade, wenn wir durch den Tarifstreit wichtige Vorbereitungszeit verlieren würden."

Bislang bekamen die Spieler 57 Prozent der Gesamteinnahmen von 3,3 Milliarden Dollar - "zu viel", wie Liga-Boss Gary Bettman unmissverständlich deutlich machte. Die 30 Teambesitzer wollen den Profis in den kommenden sechs Jahren nur noch 46 Prozent zugestehen, die NHLPA hatte im bislang letzten Angebot auf 54 beharrt. Im Vorjahr führte der monatelange Tarifstreit in der NBA zu einem um sieben Wochen verspäteten Ligastart, der Spielplan wurde von 82 auf 66 Partien reduziert. Trotz verkürzter Saison verzeichnete die Liga dennoch hohe TV-Einschaltquoten.

Im Streit zwischen NHL und NHLPA bewegen sich beide Seiten hingegen auf dünnem Eis. Ihr Sport ist vor allem in den USA hinter American Football, Baseball und Basketball die klare Nummer vier und wird in vielen südlichen Bundesstaaten komplett ignoriert. Während die Fans im Eishockey-Mutterland Kanada nach dem Lockout 2004/05 ihre Lieblinge schnell wieder ins Herz geschlossen hatten und in Scharen in die Arenen strömten, hatte die NHL in den USA mehrere Jahre mit geringen Zuschauerzahlen sowie vermindertem Medieninteresse zu kämpfen. Vor allem die kleinen Eishockey-Märkte wie Florida oder Kalifornien litten. "Wir haben uns nur davon erholt, weil wir die besten Fans der Welt haben", sagt Bettman noch heute.

"Wenn wir erneut die komplette Saison verlieren würden, wäre das der Tod der NHL", glaubt Seidenberg. Experten gehen nicht davon aus, dass bis zum 15. September ein neues Arbeitspapier unterzeichnet sein wird, halten aber den Ausfall der gesamten Saison für unrealistisch.

Seidenberg hat bereits begonnen, zweigleisig zu planen. Am liebsten würde er am 21. September mit den Bruins das Trainingscamp beginnen und am 11. Oktober mit dem Spiel bei den Philadelphia Flyers in die Saison starten. Sollte sich jedoch ein längerer Lockout abzeichnen, hätte der 31-Jährige großes Interesse, in der Deutschen Eishockey-Liga zu spielen - für die Adler Mannheim, mit denen er 2001 Deutscher Meister wurde.

Doch nicht nur deshalb ist Mannheim eine reizvolle Adresse für ihn, sondern vor allem, weil Bruder Yannic dort unter Vertrag ist. "Zuletzt haben wir vor elf Jahren in Mannheim zusammengespielt, wäre schön, wenn es mal wieder klappen würde", so Seidenberg. "Wenn ein Lockout irgendetwas Positives für mich hätte, dann wäre es das."

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