Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Neues bundesweites Anti-Gewalt-Konzept für den Fußball

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Neues bundesweites Anti-Gewalt-Konzept für den Fußball

31.08.2012, 13:27 Uhr | dpa

Neues bundesweites Anti-Gewalt-Konzept für den Fußball. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (l) und DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock im Gespräch.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (l) und DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock im Gespräch. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - Angesichts der zunehmenden Gewalt am Rande von Fußballspielen haben die Innenminister und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ihr nationales Sicherheitskonzept überarbeitet.

So soll das Verhalten der Polizei bundesweit vereinheitlicht werden, berichteten NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) und DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock in Düsseldorf. "Wir wollen, dass es so im Fußball nicht weitergeht", sagte Jäger. Obwohl die Saison erst begonnen habe, sei es schon bei 42 Spielen zu Ausschreitungen gekommen.

In den Stadien sollen nur noch zertifizierte Sicherheitsunternehmen eingesetzt werden. Viele Vereine müssten ihre Überwachungstechnik nachrüsten. Alle Vereine der Bundesliga und der 2. Liga müssen hauptberufliche Sicherheitsbeauftragte beschäftigen, die Clubs der 3. Liga und der Regionalliga sollen dies anstreben.

Bundesweite Stadionverbote seien ein Baustein des Sicherheitskonzepts. Bei minderschweren Fällen könnten auch örtliche Stadionverbote verhängt werden.

Das neue, 44 Seiten starke Konzept ist vom "Nationalen Ausschuss Sport und Sicherheit" erarbeitet worden. Vertreter der Fußball-Fanprojekte seien dabei eingebunden gewesen. Es sieht vor, die Anreise der Fans zu Auswärtsspielen zu verbessern. Um gründlichere Kontrollen zu ermöglichen, sollen die Plätze in den Kurven der Stadien künftig früher eingenommen werden. Für Gewalt, Diskriminierung und Pyrotechnik gelte "null Toleranz".

"Wir sind bei den Einsatzzahlen der Polizei am Limit", sagte Innenminister Jäger. An manchen Wochenenden seien allein in Nordrhein-Westfalen mehr als 1000 Polizisten bei Fußballspielen im Einsatz. Der Fußball verschlinge 30 Prozent der Kapazitäten der Bereitschaftspolizei.

Das Konzept sieht die Stärkung und Einbindung der Fan-Projekte vor. Deren Mitarbeiter sollen über einen Ausweis Zugang zu allen Stadien erhalten. Bei Reisen aggressiver Fans zu Auswärtsspielen sollen der Polizei künftig Fahrtrouten, -zeiten und Haltepunkte mitgeteilt werden. Bei Randale vor dem Spiel werde die Polizei sofort einschreiten: "Wer randaliert, sieht das Spiel nicht", sagte Jäger.

Harte Maßnahmen wie die Abschaffung der Stehplätze, Punktabzug oder Geisterspiele als Sanktionen für Ausschreitungen sieht das Konzept nicht vor. Sollten die nun beschlossenen Maßnahmen nicht greifen, sei dies für die Zukunft aber nicht ausgeschlossen, zumal die Europäische Fußball-Union UEFA diesen Weg bereits beschreite.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal