Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Keine Wehmut nach Karriere - Nerius bald Bundestrainerin

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Keine Wehmut nach Karriere - Nerius bald Bundestrainerin

31.08.2012, 13:35 Uhr | dpa

Keine Wehmut nach Karriere - Nerius bald Bundestrainerin. Steffi Nerius triniert jetzt Leichtathleten mit Behinderungen.

Steffi Nerius triniert jetzt Leichtathleten mit Behinderungen. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Auf der Tribüne ist Steffi Nerius ein Nervenbündel. Die Speerwerferin aus Leverkusen, die vor drei Jahren als Weltmeisterin abtrat und nun behinderte Leichtathleten trainiert, kämpft bei Wettkämpfen mit einem ganz neuen Kribbeln im Bauch.

"Ich habe sehr viel von meinem Mentor Helge Zöllkau gelernt, aber ich habe mich nicht so gut im Griff", erzählt die 40-Jährige, die bei den Paralympics in London neun Athleten betreut. Im nächsten Jahr wird sie sogar Bundestrainerin für den Nachwuchs.

"Mein Job ist es, meine Leute auf den Tag X vorzubereiten, den Überblick zu behalten und nicht wie ein Flummi durch die Gegend zu springen", erklärt Nerius. In dem 24 Jahre alten Markus Rehm, der nach einem Unfall eine Unterschenkelprothese trägt, holte am Freitag ihr bester Schützling Gold mit Weltrekord im Weitsprung.

Keine einzige Minute sei sie traurig gewesen, als ihre eigene große Sportlerkarriere 2009 zu Ende ging, behauptet Nerius: "Wehmütig war ich nie, ich hatte eine super Zeit. Es ist schön, dass es vorbei ist und mein Körper durchgehalten hat." Die Olympischen Spiele in London habe sie nur abends verfolgt, tagsüber stand sie wie immer auf dem Übungsplatz in Leverkusen.

In der 20 Jahre alten Vanessa Low betreut sie eine der talentiertesten deutschen Sportlerinnen. Die Lebensgefährtin von Rehm, die nach einem Zugunglück beidseitig oberschenkelamputiert ist, läuft in der britischen Hauptstadt die 100 Meter und tritt im Weitsprung an. "Vanessa ist noch jung, ich zähle sie trotz ihrer guten Leistungen noch nicht zu den Medaillenkandidaten", sagt Nerius über die angehende Cutterin, die immerhin schon WM-Gold einheimste.

Den Druck von den jungen und in der Medienarbeit unerfahrenen Aktiven zu nehmen, war eine der Hauptaufgaben vor den Paralympics. "Es sind meine dritten Spiele als Trainerin, und es ist der Hammer, was schon in Leverkusen und erst recht jetzt in London los ist", erzählt die ehemalige Sportlerin des Jahres. Um den vielen Anfragen von TV-Stationen und Zeitungen in der heißen Vorbereitungsphase zu entgehen, habe sie ein zehntägiges Trainingslager angesetzt und um Ruhe gebeten.

Sie will ihre langjährigen Erfahrungen weitergeben und spürt auch in der britischen Hauptstadt die große Unsicherheit der Gehandicapten vor den Wettkämpfen im voll besetzten Stadion: "Sie fragen mich zum Beispiel, was sie über eine Stunde lang im Vorbereitungsraum im Olympiastadion tun sollen." Behinderte sind die große Aufmerksamkeit und Lautstärke von ihren Events nicht gewohnt. "Dieser Sport ist in den letzten 20 Jahren unheimlich gewachsen, aber alles drumherum muss sich erst langsam entwickeln", betont Nerius.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Arbeiter entdecken wahres Ungetüm

Die 400 Kilogramm schwere Anakonda konnte nur tot geborgen werden. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Stärken Sie Ihr Immunsystem für die kalte Jahreszeit

Vitamine und Mineralien zu reduzierten Preisen. Jetzt bestellen und sparen! zu DocMorris

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal