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Weitspringer Rehm mit Chance bei Nicht-Behinderten?

01.09.2012, 14:31 Uhr | dpa

Weitspringer Rehm mit Chance bei Nicht-Behinderten?. Markus Rehm sprang Weltrekord.

Markus Rehm sprang Weltrekord. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Markus Rehm kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Neben dem Sandkasten, in dem ihm sein Weitsprung-Weltrekord gelang, auf dem Siegerpodest vor 80 000 begeisterten Zuschauern im Olympiastadion und kurz nach Mitternacht im Deutschen Haus in London:

Der neue Leichtathletik-Star genoss seine goldenen Momente sichtlich. "Ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass ich hier so weit springen kann", meinte der unterschenkelamputierte Leverkusener.

Auf 7,35 Meter ging der Satz des 24-Jährigen, mehr als ein Meter weiter als der Zweitplatzierte Wojtek Czyz. Seit 2008 ist Rehm Leistungssportler, mittlerweile springt er quasi in einer eigenen Liga. Für den wesentlich erfahreneren Czyz steht spätestens seit Freitagabend fest, dass sich Rehms Karriere nicht ausschließlich bei den Behindertensportlern abspielen wird. "Ich wette, dass er in naher Zukunft ohne Probleme bei den deutschen Meisterschaften der Nicht-Behinderten mitspringen kann", betonte der Kaiserlauterer.

Ein Sportler mit einem Bein und einer Prothese bei Wettkämpfen der Nicht-Gehandicapten? Immerhin: Mit 7,35 Meter wäre Rehm bei den Meisterschaften des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) im Juni in Wattenscheid auf Platz acht gesprungen. Zudem machte bereits der Südafrikaner Oscar Pistorius vor, wie man trotz Prothesen auch gegen Nicht-Behinderte bestehen kann. Mit seinem Olympia-Start vor wenigen Wochen in London sorgte der "Blade Runner" weltweit für Furore.

Von solchen Zukunftsvisionen will Rehms Trainerin Steffi Nerius eigentlich nichts wissen. Die frühere Weltklasse-Speerwerferin bemüht sich, ihren Schützling nicht unter Druck zu setzen. "Ich staple immer lieber tief, dann ist die Freude danach umso größer", sagte sie. Czyz ist von Rehm überzeugt: "Dem Markus gehört die Zukunft."

Rehm kann die Paralympics jetzt ohne Druck genießen. "Auf den 100 Metern und in der Staffel will ich nun einfach nur Spaß haben", meint der Athlet, der bei einem Wakeboard-Unfall in eine Bootsschraube geriet und das rechte Bein unterhalb des Knies verlor. Seine Prothesen stellt der ausgebildete Orthopädiemechaniker selbst her.

Ob Rehm das Zeug dazu hat, in ähnliche Sphären vorzustoßen wie Pistorius, werden wohl erst die nächsten Jahre zeigen. Messen kann er sich mit dem Südafrikaner aber womöglich schon in der nächsten Woche: im 100-Meter-Sprint der Behindertenklasse T44.

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