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Formel 1: Alonso, Button, Vettel & Co. steht heißer Herbst bevor

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Alonso, Button, Vettel & Co. steht ein heißer Herbst bevor

03.09.2012, 09:14 Uhr | t-online.de

Formel 1: Alonso, Button, Vettel & Co. steht heißer Herbst bevor. Jenson Button ist der lässigste Fahrer aller Favoriten. (Quelle: imago)

Jenson Button ist der lässigste Fahrer aller Favoriten. (Quelle: imago)

Eine Kolumne von Elmar Brümmer

Fünf Wochen Sommerpause, da hat sich offenbar einiges aufgestaut bei den Formel-1-Piloten. Nach dem Großen Preis von Belgien ist in dieser Weltmeisterschaft praktisch nichts mehr wie vorher. Zumindest ist nichts mehr sicher. Und kalkulierbar schon gar nicht. Acht Rennen dauert diese Saison noch an. Der Endspurt verspricht einer der längsten und spannendsten der Geschichte zu werden.

Sebastian Vettel, der mit seinem zweiten Platz beim Chaos-Grand-Prix einer der großen Gewinner des Wochenendes war, kennt die Szenerie ja schon aus seinem ersten Championjahr 2010. Formel kurios, ganz der Topographie des Ardennenkurses entsprechend, eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Horrorszenen inklusive. Und auf unterschiedliche Art der Beweis, dass dieser Grand-Prix-Jahrgang voller Typen steckt.

Fernando Alonso: WM-Spitzenreiter im Pech

Der größte Draufgänger von allen, der Franzose Romain Grosjean, muss für ein Rennen aussetzen und 50.000 Euro Strafe berappen, weil er das Startchaos mit einer rüden Attacke gegen Lewis Hamilton ausgelöst hat. Fernando Alonso, der WM-Spitzenreiter hatte das Pech, schon vor der ersten Kurve der Chance auf einen Schumacher-Rekord (24 Mal in Folge hintereinander im Ziel) beraubt worden zu sein.

Doch er hatte auch unheimliches Glück, dass der durch die Luft fliegende Lotus Grosjeans ihn nur um ein paar Zentimeter verfehlte. RTL-Schnellrichter Niki Lauda hat gleich gefragt: "Wie dumm ist Grosjean wirklich?" Es war schließlich nicht das erste Mal, dass sich das Talent als Crash-Test-Dummy verdingt hat.

Jenson Button: Lässigster Fahrer im Feld

Jenson Buttons Triumph war ungefährdet. Der Brite wirkt so lässig wie einst James Hunt. Nur ist er viel fitter. Er hat nicht nur Urlaub mit dem Model Jessica Mitchibata auf den Philippinen gemacht, sondern auch einen Triathlon bestritten  – in ihrem Neoprenanzug, da er seinen vergessen hatte... Das Doping für Spa, wo seine WM-Hoffnungen vor zwei Jahren durch einen Torpedostoß von Sebastian Vettel zerstört wurden, war seine erste Pole-Position seit 2009. Im Gegensatz zu seinem Lebemann-Image ist Button im Cockpit ein beinahe bedächtiger Pilot. Aber er kann zupacken, wenn es gilt. Selbst 63 Punkte Rückstand auf Fernando Alonso beunruhigen ihn nicht sonderlich. Er nimmt die Angelegenheit von allen Favoriten am lässigsten.

Sebastian Vettel: Titelträger meldet sich zurück

Ein Unterschied krasser noch als der zwischen Tag und Nacht lag zwischen dem Sebastian vom Samstag und dem Vettel vom Sonntag. Elfter der Qualifikation, Zweiter im Rennen. Als ob sein Auto eine Überdosis Red Bull verpasst bekommen hätte. Erklären lässt sich das auch für den neuen WM-Zweiten kaum, der jetzt in Schlagdistanz eines Sieges hinter Alonso liegt. Aber er nimmt es wie es kommt, und hat damit sein altes Selbstbewusstsein zurückerobert. Die Unruhe im Team dürfte sich inzwischen auch gelegt haben – klar, auf wen man setzen muss, nachdem Mark Webber auf Rang sieben landete. Chancen bei den Hörnern zu packen, wenn sie sich bieten, das zeichnet einen Oberbullen aus.

Weltmeister gibt Hoffnung noch lange nicht auf

"Der Start war miserabel, also wusste ich, dass ich mich nach vorn kämpfen musste. musste ", sagt der Comebacker, "wir haben viel gut gemacht." Das ist doppeldeutig gemeint. Vettel ist einer, der keine großen Progrnosen trifft, aber jeder rechnet ihm gerade vor, wie gut seine Chancen plötzlich geworden sind. "Gut, dass der Abstand kleiner geworden ist. Aber im Moment ist das nicht so entscheidend. Man muss von Rennen zu Rennen denken, nicht an die Weltmeisterschaft. Man sieht doch an Fernando: So schnell kann es gehen und man steht auf der anderen Seite der Strecke. Deshalb müssen wir nur auf uns selbst schauen." Bedeutungsvoller Nachsatz: "Es wäre doch ein schwaches Zeichen, wenn wir nur annähernd die Hoffnung aufgeben würden."

Michael Schumacher: Kompromisslos wie eh und je

Mercedes im 50. Rennen und Michael Schumacher in seinem 300. Grand Prix können sich auch nur an diesen Strohhalm klammern. Der Silberpfeil war einmal mehr wetterfühlig und reifenfressend, und Schumacher auch 21 Jahre nach seinem Formel-1-Debüt kompromisslos wie eh und je. Sich in einem Brutalo-Duell darum zu kabbeln, wer als erster zum Reifenwechsel darf, war ein deutsch-deutscher Zwischenfall der stursten Art. Weil sie beste Kumpels sind, regelten sie das mit einem Grinsen.

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Virtuelle Rundfahrt in Spa-Francorchamps

Die Formel-1 ist zurück auf Belgiens Traditionskurs. Video

Kimi Räikönen: Ganz der Iceman

Der abgezockteste von allen aber ist Kimi Räikkönen. Dritter zu werden ist nicht der Platz, den er sich erwartet hat, deshalb hat er den Champagner auf dem Podium nicht gleich verspritzt, sondern erst mal einen tiefen Schluck aus der Pulle genommen. Alles, was man zu seinem Gemüt wissen muss, hat er in Runde 34 gezeigt.

In der Auffahrt von Eau Rouge schießt er auf dem geraden Stück links außen an Michael Schumacher vorbei und vor dem Scheitelpunkt der Kurve rechts wieder ein – mit einer Geschwindigkeit jenseits der 300 km/h. Das ist nicht bloß cool, das ist echt Iceman. Bei solchen Typen stehen der Formel 1 noch viele tolle Tage ins Haus. Und ein heißer Herbst.

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