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Die Chronik vom Attentat

04.09.2012, 22:28 Uhr | dpa

Die Chronik vom Attentat. Im ausgebrannten Hubschrauber starben einige Geiseln bei der missglückten Rettungsaktion.

Im ausgebrannten Hubschrauber starben einige Geiseln bei der missglückten Rettungsaktion. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Als Bundespräsident Gustav Heinemann am 26. August 1972 in München die XX. Olympischen Sommerspiele eröffnet, will Deutschland fröhliche, heitere Spiele präsentieren. Doch dann werden elf Mitglieder der israelischen Nationalmannschaft von palästinensischen Terroristen ermordet.

In Sportkleidung und mit Sporttaschen voller Maschinenpistolen und Handgranaten übersteigen acht palästinensische Terroristen den Sicherungszaun des Olympischen Dorfes.

Die Terroristen besetzen das Quartier der israelischen Olympiamannschaft in der Connollystraße 31. Das Gebäude wird nicht bewacht, der Eingang ist auch nicht verschlossen.

Bei der Besetzung des Gebäudes durch die Terroristen kommt es zu einem ersten Schusswechsel. Der Trainer der israelischen Gewichtheber, Moshe Weinberger, leistet Widerstand. Dadurch ermöglicht er es einigen Sportlern, noch zu fliehen. Gewichtheber Josef Romano wird angeschossen. Die Terroristen haben neun weitere Geiseln in ihrer Gewalt.

In der Connollystraße erhalten Polizisten von maskierten Terroristen mit Maschinenpistolen im Anschlag ein schriftliches Ultimatum. Es ist auf 9.00 Uhr terminiert und verlangt, 200 in Israel einsitzende Häftlinge freizulassen.

Ein anonymer Anrufer ruft das Rote Kreuz ins Olympische Dorf. Die Helfer finden Weinberger tot vor, der verletzte Romano darf nicht behandelt werden und verblutet.

Einer der maskierten Terroristen gibt sich als Anführer aus. Er spricht deutsch.

Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) und Bayerns Innenminister Bruno Merk (CSU) treffen im Olympischen Dorf ein.

Die Terroristen geben sich als Angehörige der palästinensischen Terrororganisation "Schwarzer September" zu erkennen. Sie hat bereits in Februar in Köln fünf Jordanier ermordet. Nach Verhandlungen wird das Ultimatum bis 12.00 Uhr verlängert.

Der israelische Botschafter trifft ein und erklärt, seine Regierung werde die Gefangenen nicht freilassen.

Das Ultimatum wird bis 15.00 Uhr verlängert. Polizisten verkleiden sich als Servicekräfte, um bei der Essensanlieferung im israelischen Quartier die Lage zu erkunden. Der Plan geht nicht auf. Einer der Attentäter bringt die Kisten mit dem Essen selbst ins Haus.

Nochmalige Verlängerung des Ultimatums bis 17.00 Uhr.

Die Spiele werden unterbrochen.

Genscher darf das Quartier betreten und weitere Gespräche führen. Die Geiselnehmer fordern ein Flugzeug in Richtung Kairo. Die ägyptische Regierung lehnt eine Landung in Kairo später ab.

Die Terroristen verlangen, zusammen mit ihren Geiseln zum Militärflughafen in Fürstenfeldbruck geflogen zu werden. Nur zum Schein geht der Krisenstab auf diese Forderung ein. In Wahrheit sollen die Geiselnehmer auf dem Flugplatz überwältigt werden.

Zwei Hubschrauber mit Attentätern und Geiseln starten Richtung Fürstenfeldbruck.

Die Helikopter landen. Mindestens vier Terroristen steigen aus. Zwei nehmen den nahen Passagierjet in Augenschein. Dort sollten sie von Polizisten in Lufthansa-Uniformen überwältigt werden. Aber die Beamten lehnen den Einsatz wegen des hohen Risikos kurzfristig ab. Die Terroristen erkennen beim Anblick der leeren Maschine die Falle. Scharfschützen erschießen nun vier Attentäter außerhalb der Hubschrauber. Unmittelbar darauf eröffnen die restlichen Terroristen das Feuer. Zwei Mitglieder der Hubschrauber-Besatzung werden verletzt, ein Polizist stirbt.

Ein Terrorist springt aus einem der Hubschrauber und wirft eine Handgranate hinein. Am Ende des Blutbads sind fünf Terroristen tot und drei festgenommen. Keine der neun Geiseln überlebt.

Trauerfeier für die ermordeten Israelis im Olympiastadion. Einen Tag später gehen die Spiele weiter.

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