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Gedenkfeier für Opfer des Olympia-Attentats 1972

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Gedenkfeier für Opfer des Olympia-Attentats 1972

05.09.2012, 13:57 Uhr | dpa

Gedenkfeier für Opfer des Olympia-Attentats 1972. In München wurde der vor 40 Jahren beim Olympia-Attentat ermordeten israelischen Sportler gedacht.

In München wurde der vor 40 Jahren beim Olympia-Attentat ermordeten israelischen Sportler gedacht. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Am 40. Jahrestag des Olympia-Attentats hat München ganz im Zeichen des Gedenkens an die Tragödie gestanden. Die Feierlichkeiten begannen am Mittwoch mit einer Kranzniederlegung im Olympischen Dorf.

An der Zeremonie nahmen neben Hinterbliebenen der ermordeten Sportler auch Israels Vize-Premier Silvan Schalom teil. In der Connolly-Straße 31 des Olympischen Dorfes hatte vor 40 Jahren die Geiselnahme begonnen. Am 5. September 1972 nahmen palästinensische Terroristen Mitglieder von Israels Olympiamannschaft als Geiseln, um in Israel Gefangene freizupressen. Der Anschlag endete mit einem Blutbad. Insgesamt kamen 17 Menschen ums Leben: elf Israelis, fünf Terroristen und ein deutscher Polizist.

In München soll es ein eigener Gedenkraum in der Nähe des Anschlagortes errichtet werden, wie Seehofer nach dem Gespräch mit Vize-Premier Schalom sagte. "Wir können die Wunden nicht heilen, aber wir können versuchen, den Schmerz zu lindern." Der Gedenkraum solle gemeinsam mit der Stadt München, der Bundesregierung, der Israelitischen Kultusgemeinde und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) errichtet werden.

Der israelische Vizeregierungschef dankte: "Das ist eine Geste, die Israel und auch ich persönlich sehr hoch achten." Der Angriff der palästinensischen Terrorgruppe Schwarzer September auf die israelische Olympiamannschaft habe "das gesamte israelische Volk verletzt, vor allem, weil dieser hier auf deutschem Boden stattfand".

Bei einer Gedenkfeier auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck, wo die Geiselnahme im Blutbad endete, sollten am Nachmittag neben Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Ministerpräsident Horst Seehofer (beide CSU) auch Schalom und die Witwe des ermordeten Fechttrainers Andre Spitzer sprechen.

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