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DFB will aggressives Fan-Verhalten "im Auge behalten"

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DFB will aggressives Fan-Verhalten "im Auge behalten"

05.09.2012, 19:45 Uhr | dpa

DFB will aggressives Fan-Verhalten "im Auge behalten". Helmut Sandrock ist der Generalsekretär des DFB.

Helmut Sandrock ist der Generalsekretär des DFB. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Nach dem Fall Pezzoni will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aggressives Fan-Verhalten gegen den eigenen Verein unter die Lupe nehmen.

"Es wäre ein Fehler, aus diesem Fall ein neues Phänomen abzuleiten, aber das ist schon etwas, was wir im Auge behalten müssen", sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock auf einer Podiumsdiskussion in München. "Wir kennen ja die Bilder nach Spielende, wenn die Spieler nach einer Niederlage von den eigenen Fans beschimpft werden. Wir müssen gemeinsam mit den Vereinen an der Lösung solcher Situationen arbeiten und uns beispielsweise überlegen: Wie kann der Stadionsprecher reagieren?"

Nach den Bedrohungen durch Anhänger des 1. FC Köln gegen Kevin Pezzoni hatte der Spieler den Club um Vertragsauflösung gebeten. Diesem Ansinnen war der Bundesliga-Absteiger am vergangenen Freitag nachgekommen und hatte danach betont, dadurch Pezzoni einen Neuanfang in einem unbelasteten Umfeld ermöglichen zu wollen.

Der 1. FC Köln hatte in jüngster Vergangenheit häufig Probleme mit gewalttätigen Fans. "Wir sind mit dem FC permanent in Kontakt", sagte Sandrock, "da wird sich der Verein selbst helfen, der DFB kann allenfalls als Ratgeber zur Seite stehen."

Über die zahlreichen Vorkommnisse von Gewalt in den Stadien in der noch jungen Fußball-Saison zeigte sich Sandrock besorgt. "Dass mir dabei nicht wohl ist, versteht sich von selbst", sagte der 55-Jährige. "Wir wollen die Möglichkeit haben, gegen Gewalttäter Stadionverbote bis zu zehn Jahre zu verhängen. Vielleicht waren wir in der Vergangenheit manchmal zu nachgiebig gegen bestimmte Gruppierungen." Angst vor einer Gewaltwelle in der 50. Bundesliga-Saison habe er aber nicht, sagte Sandrock: "Nein, dazu gibt es keinen Anlass. Wir müssen uns dem Thema stellen, aber sollten keine populistischen Diskussionen führen."

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