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Ethikpreis für Fanforscher Pilz

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Ethikpreis für Fanforscher Pilz

06.09.2012, 20:12 Uhr | dpa

Ethikpreis für Fanforscher Pilz. DOSB-Präsident Thomas Bach überreicht Gunter A.

DOSB-Präsident Thomas Bach überreicht Gunter A. (Quelle: dpa)

Hannover (dpa) - Der Soziologe und Fanforscher Gunter A. Pilz hat den Ethikpreis des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erhalten. Zu den Gratulanten zählte auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB), mit dem Pilz über viele Jahre im Clinch lag.

Vor 20 Jahren zählte der renommierte Fanforscher Gunter A. Pilz zu den schärfsten Kritikern des DFB. Bei der Verleihung des Ethikpreises des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) an den Sportsoziologen gehörte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zu den prominentesten Gratulanten. "Wir haben erkannt, dass wir damals präventiv zu wenig gemacht haben", sagte Niersbach in Hannover. "Wir brauchen Sie, auch wenn Sie manchmal genervt haben."

Mit der Auszeichnung würdigte der DOSB die langjährigen Forschungen des 67-Jährigen in der Fußball-Fanszene. Pilz gilt als Experte für Themen wie Fankultur, Rechtsextremismus und Gewaltprävention. "Der Preis ist für mich Motivation, um mich weiter zu engagieren. Allerdings will ich meine Familie nicht mehr so viel vernachlässigen", sagte der Wissenschaftler. Nach einem mehrtägigen Krankenhaus-Aufenthalt wegen einer Unterschenkel-Infektion war er gerade rechtzeitig fit geworden - und erhielt ein paar Stutzen als Geschenk vom DFB.

Neben Niersbach würdigten auch DOSB-Präsident Thomas Bach und Bischof a.D. Wolfgang Huber als Laudator das ehrenamtliche Engagement des Fanforschers. "Er hat die Finger in die Wunde gelegt", sagte Bach. Pilz gehörte vor mehr als 25 Jahren zu den Gründern des Fanprojekts Hannover und begleitet es bis heute wissenschaftlich. Unter seiner Leitung hat in diesem Jahr die Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit (KoFaS) ihre Arbeit an der Leibniz Universität Hannover aufgenommen.

Das mit rund 400 000 Euro geförderte Projekt will die verhärteten Fronten zwischen Ultras, Vereinen und Polizei aufbrechen und helfen, die Eskalation von Fangewalt zu verhindern. "Wir brauchen mehr Dialog und nicht mehr Polizei. Wir müssen aber auch Grenzen setzen", sagte Pilz. Huber schlug in seiner Ethik-Rede einen Bogen zum aktuellen Fall des Fußballprofis Kevin Pezzoni, der nach Fan-Drohungen seinen Vertrag beim 1. FC Köln aufgelöst hat. "Das ist ein Menetekel, das nicht ohne Folgen bleiben darf", sagte der Laudator.,

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