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Bach fordert Aktenfreigabe zum Olympia-Attentat 1972

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Bach fordert Aktenfreigabe zum Olympia-Attentat 1972

07.09.2012, 08:11 Uhr | dpa

Bach fordert Aktenfreigabe zum Olympia-Attentat 1972. Thomas Bach (vorn,M) nimmt an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Olympia-Attentats teil.

Thomas Bach (vorn,M) nimmt an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Olympia-Attentats teil. (Quelle: dpa)

München (dpa) - DOSB-Präsident Thomas Bach hat die Freigabe aller Akten zum Olympia-Attentat 1972 und eine neue Untersuchung der Ereignisse gefordert.

In einem Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Welche Hintergründe gab es, wie waren die genauen Abläufe damals - da besteht erheblicher Aufklärungsbedarf."

Er unterstütze die Forderung der Angehörigen der Attentatsopfer, vollen Zugang zu allen Unterlagen über den Anschlag zu bekommen. "Diesen Ruf nach Aufklärung unterstütze ich voll", sagte Bach, der auch Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist. Deutschlands oberster Sportfunktionär kündigte an, sich auch für die Freigabe aller IOC-Akten einzusetzen: "Selbstverständlich würde ich auch ein solches Anliegen unterstützen." Am 5. September 1972 hatten palästinensische Terroristen Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft im Olympischen Dorf als Geiseln genommen. Der Anschlag endete auf dem Militärflughafen von Fürstenfeldbruck in einem Blutbad.

Bach wies in der "Süddeutschen Zeitung" die Kritik am IOC zurück, das bei den Olympischen Spielen in London keine Gedenkminute für die Opfer von 1972 haben wollte. Angehörige der Opfer und Vertreter des Zentralrats der Juden hatten bei der Gedenkfeier in Fürstenfeldbruck deshalb der Organisation schwere Vorwürfe gemacht. "Man darf die Diskussion nicht auf die Frage einer Schweigeminute verengen. Das IOC hat - beginnend mit der Trauerfeier 1972 - immer wieder der Ereignisse gedacht", sagte Bach. "Es geht nicht um die Frage, ob man gedenkt, sondern wie man würdig gedenkt. Und dazu gibt es eben verschiedene Meinungen, im übrigen auch in Israel."

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