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Briten feiern neuen Sprint-Held Peacock

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Briten feiern neuen Sprint-Held Peacock

07.09.2012, 15:36 Uhr | dpa

Briten feiern neuen Sprint-Held Peacock. Jonnie Peacock ist der Sprint-Held der Paralympics.

Jonnie Peacock ist der Sprint-Held der Paralympics. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Jonnie Peacock stand noch lange nach seinem Sieg unterhalb der Zuschauerränge, schrieb unaufhörlich Autogramme und ließ sich mit Fans fotografieren. Der britische Jungstar genoss den Triumph, vor allem nachdem Superstar Oscar Pistorius ihn geadelt hatte.

"Ich bin ein stolzer Paralympier, und das war das beste Rennen, an dem ich je teilgenommen habe", sagte der Südafrikaner nach dem 100-Meter-Sprint, bei dem er nur Vierter wurde. "Das Niveau war so hoch, das macht mich so glücklich", betonte Pistorius, dessen Zeit als einsamer Dominator der Paralympics wohl vorbei ist.

Viele Beobachter sahen vor 80 000 Zuschauern im Olympiastadion von London am Donnerstagabend eine symbolische Staffelübergabe an die nächste Generation im Behindertensport - die Briten freuten sich, dass sich einer ihrer Helden zum neuen Protagonisten aufschwingt. "Jonnie gewinnt den Oscar", titelte der "Independent". Für den "Guardian" stand fest: "Peacock erfüllt eine Nation mit Stolz."

Der erst 19 Jahre alte Sprinter ist eines des Gesichter dieser Paralympics, der TV-Sender Channel 4 warb mit dem unterschenkelamputierten Athleten in den aufsehenerregenden "Meet the Superhumans"-Spots. Als Peacock zur erhofften Goldmedaille stürmte, bebte das Olympiastadion. "Das ist alles surreal", meinte der gefeierte Star, "ich habe die vergangenen Nächte fast gar nicht geschlafen. Ich kann das gar nicht fassen. Wahrscheinlich werde ich das alles hier nie richtig begreifen können."

Im Alter von fünf Jahren musste Peacock als Folge einer Entzündung der rechte Unterschenkel abgenommen werden. 14 Jahre später ist er einer der Stars dieser Spiele, wies selbst den großen Pistorius in die Schranken. "Ich erinnere mich, dass ich Oscar 2007 gesehen habe und dachte: Wow, dieser Typ ist ein Gott", erzählte er.

Als das Idol den Neuling unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer und zu David Bowies Hymne "Heroes" in den Arm nahm, flossen bei manch einem Fan Tränen der Rührung und Freude. Noch auf dem Weg der Zuschauer vom Stadion zur U-Bahn im Osten Londons stimmten die Engländer immer wieder "Peacock, Peacock"-Rufe an.

Und Pistorius? Der zeigte sich nach dem Wutausbruch im Anschluss an das 200-Meter-Finale vor einigen Tagen von seiner generösen Seite: "Hier ist alles so emotional, das Stadion ist so toll. Mir macht es nichts aus, nicht auf dem Podium zu stehen." Über viele Jahre war er der bekannteste Botschafter des Behindertensport. Daher fühlt er sich auch jetzt als Gewinner: "Die Entwicklung der Paralympics übertrifft alles, was ich mir erwartet habe. Der Fokus liegt heute nicht mehr auf den Behinderungen, sondern auf dem Leistungssport."

Aber auch bei Pistorius hat die Nächstenliebe Grenzen: Über 400 Meter tritt er am Samstag noch einmal an. Auf der Strecke, die ihn schon zu den Olympischen Spielen vor wenigen Wochen nach London brachte, ist er der Topfavorit. Und nach zwei verpassten Titeln über 200 und 100 Meter will sich der Südafrikaner nicht noch einmal von einem aufmüpfigen Youngster die Goldmedaille entreißen lassen.

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