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Formel 1: Mercedes rüstet gegen Sauber auf

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Mercedes rüstet noch einmal auf

12.09.2012, 10:39 Uhr | t-online.de

Formel 1: Mercedes rüstet gegen Sauber auf. Michael Schumacher (vorn) unterwegs.  (Quelle: imago)

Michael Schumacher (vorn) unterwegs. (Quelle: imago)

Für den Laien ist es der Kampf um die Goldene Ananas, doch für die Formel-1-Teams von Mercedes und Sauber ist es der Kampf um Punkte, Prestige und vor allem um viel Geld: Die beiden Teams aus Deutschland und der Schweiz kämpfen um den fünften Platz in der Konstrukteurs-WM, nach 13 von 20 Rennen trennen die Rivalen gerade mal 26 Punkte. Während Sauber mit Platz zwei im letzten Rennen neues Selbstbewusstsein getankt hat, hoffen die Mercedes-Fahrer Michael Schumacher und Nico Rosberg auf technische Updates. Diese stehen kurz bevor und sollen den entscheidenden Vorteil bringen, um die Saison doch noch einigermaßen erfolgreich abzuschließen.

In Monza waren zuletzt die Verhältnisse klar verteilt. Sergio Perez im Sauber fuhr sensationell aufs Podium und hätte mit einem besseren Qualifying sogar gewinnen können. Mercedes musste sich hingegen wieder einmal wegen Reifenproblemen hinten anstellen. Und so ist Sauber in der Team-WM dran am Stuttgarter Konkurrenten, für den diese Saison die schlechteste seit der Übernahme von BrawnGP zu werden droht.

Mercedes trotzig, Sauber angriffslustig

Mit 126 Punkten auf Platz fünf liegend, sind nicht nur die Top Drei - Red Bull (272), McLaren (243), Ferrari (226) - sondern selbst Lotus (217) in weite Ferne gerückt. Sauber (100) schickt sich nun gar an, den ambitionierten Deutschen eine herbe Schlappe beizubringen. Denn eigentlich sollte es nach zwei vierten Plätzen in den Jahren 2010 und 2011 endlich aufwärts gehen. Stattdessen findet sich Mercedes im grauen Mittelfeld der Formel 1 wieder.

Entsprechend nüchtern fällt das aktuelle Fazit des Motorenherstellers aus. Sportchef Norbert Haug sagte gegenüber "motorsport-total.com", man wolle den Blick nicht jede Woche auf die Tabelle richten: "Wir orientieren uns gar nicht. Wir versuchen, so viele Punkte wie möglich zu machen, und dann zählt man zusammen." Ganz anders sieht es bei der Konkurrenz aus. Für Peter Sauber ist die Zielsetzung der Saison klar: "Wir fahren nicht gegen Mercedes, sondern um den fünften Platz." Das Eine bedingt allerdings das Andere.

Neuer Auspuff soll Reifenprobleme beheben

Und obwohl sie es nicht zugeben wollen, weiß Mercedes genau, was die Stunde geschlagen hat. Entsprechend lassen die Entwickler nichts unversucht, die Autos für die letzten sieben Rennen noch einmal deutlich zu verbessern. "Wir müssen auf jeden Fall noch einige Schritte machen, wenn wir vorankommen wollen. Das war die letzten vier Rennen nicht ganz so toll", stellte Haug klar. Passenderweise kündigte Teamchef Ross Brawn umgehend Veränderungen am aktuellen F1 W03 an.

Unter anderem soll ein neues Auspuffsystem kommen. "Wir haben mit unserem neuen Modell viel im Windkanal gearbeitet", verriet Brawn. Dabei geht es um eine "ziemlich signifikante" Innovation, die in dieser Saison schon von McLaren, Ferrari und Sauber eingesetzt wurde und vor allem eine bessere Traktion in engen Kurven ermöglichen soll. "Die Auswirkungen dieses Auspuffs spürt man bei niedrigen Geschwindigkeiten stärker als bei hohen", prophezeit Brawn und hofft, dadurch auch das ewige Problem des zu hohen Reifenverschleißes beheben zu können.

Entscheidung um Platz fünf eine Frage des Geldes?

Doch damit nicht genug: Auch im DRS-Bereich will Mercedes nachlegen und eine weiterentwickelte Variante des verstellbaren Heckflügels einsetzen. "Es kommen noch einige Rennen, wo diese Philosophie sehr nützlich sein könnte", orakelte Brawn, schränkte aber ein, dass das neue System nicht für alle Strecken geeignet sei: "Es ist ein passives System, das nur in bestimmten Kurvenkombinationen funktionieren kann", dort aber für mehr Geschwindigkeit sorgen soll.

Mercedes rüstet für das letzte Saisondrittel also noch mal ordentlich auf, der Jahresetat von über 200 Millionen Euro lässt dies allerdings auch zu. Das Sauber-Team hingegen, das mit weniger als der Hälfte des Geldes über das Jahr kommen muss, kann da nur die weiße Fahne hissen. Auf die Frage, ob die Schweizer diese Saison noch mehrere große Updates planen, antwortete Peter Sauber kurz und knapp: "Nein." Doch zuletzt hat es ja auch so gereicht, um Mercedes in die Schranken zu weisen.

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