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1. FC Köln - FC St. Pauli: Feuerwerk ohne Fortune

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2. Bundesliga - 1. FC Köln  

Kölner Sieglos-Serie hält an

19.09.2012, 12:29 Uhr | t-online.de

1. FC Köln - FC St. Pauli: Feuerwerk ohne Fortune. Kölns Trainer Holger Stanislawski wirkt, als ob er er nicht mehr hinschauen könnte. (Quelle: dpa)

Kölns Trainer Holger Stanislawski wirkt, als ob er er nicht mehr hinschauen könnte. (Quelle: dpa)

Der 1. FC Köln schliddert immer tiefer in die erste sportliche Krise der noch jungen Saison. Nach der Nullnummer gegen den FC St. Pauli steht das Team von Trainer Holger Stanislawski mit nur zwei Punkten aus fünf Spielen in der 2. Bundesliga auf dem Relegationsrang 16. Auch die weiteren Zahlen sind besorgniserregend: Der Traditionsklub hat in dieser Saison erst einmal getroffen - und das vom Elfmeterpunkt - und ist saisonübergreifend seit 14 Punktspielen sieglos. Den letzten Erfolg gab es am 10. März, beim 1:0 gegen den späteren Mitabsteiger Hertha BSC. Das ist die längste Negativserie aller Klubs in den drei höchsten Ligen.

Stanislawski fand nach dem Match trotzdem anerkennende Worte für seine Elf. "Von den Torchancen her waren wir so was von dominierend. Wir haben den Gegner mit Torschüssen eingedeckt. Aber der Kasten war wie vernagelt. Irgendwann wird wahrscheinlich ein Eigentor des Gegners den Bock umstoßen. Wir müssen einfach weitermachen und den Kopf hochhalten", sagte er, räumte aber auch ein: "Wenn Du die Tore nicht machst, kommt ein bisschen Verunsicherung."

"Wir haben ein Feuerwerk abgebrannt"

Trotz aller Verunsicherung auf dem Rasen hatten die heimischen Fans ihr Team immer wieder nach vorne gepeitscht, wenngleich ohne Erfolg. "Wir haben teilweise ein Feuerwerk abgebrannt. Die Jungs wollen, das sieht man", sagte der Sportliche Leiter Frank Schaefer. "Alles was ich vermisst habe, war ein Tor. Die Atmosphäre war unglaublich, uns fehlt nur das nötige Glück", sagte Neuzugang Anthony Ujah. Das Glück sollte sich jedoch bald einstellen, denn andernfalls droht dem Klub eine erneute Zeit der Unruhe.

Diese hat sich nach dem Sturm, den die Trennung von Kevin Pezzoni heraufbeschworen hatte, gerade erst gelegt. Noch tragen die Fans und das sonst so unruhige Umfeld den großen Umbruch nach dem Abstieg mit, der aufgrund der hohen Verbindlichkeiten notwendig geworden war. Der jungen, kostengünstigen Mannschaft und ihrem Trainer wird viel Kredit eingeräumt. Doch selbst die größten Pessimisten hätten wohl nicht mit einem derartig ernüchternden Saisonstart gerechnet.

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