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Doping: Fuentes und Komplizen wird der Prozess gemacht

21.09.2012, 16:58 Uhr | dpa

Doping-Affäre: Fuentes wird der Prozess gemacht. Der mutmaßliche Dopingarzt Eufemiano Fuentes wird in Spanien vor Gericht gestellt.

Der mutmaßliche Dopingarzt Eufemiano Fuentes wird in Spanien vor Gericht gestellt. (Quelle: dpa)

Madrid (dpa) - Fast sieben Jahre nach der Aufdeckung des großen Dopingskandals im spanischen Radsport um die "Operación Puerto" werden der Arzt Eufemiano Fuentes und fünf Helfer vor Gericht gestellt.

Wie am Freitag aus Madrider Justizkreisen verlautete, wird der Prozess gegen das Sextett am 28. Januar 2013 in der spanischen Hauptstadt eröffnet werden und voraussichtlich zwei Monate dauern.

Die Staatsanwaltschaft fordert für die Angeklagten jeweils zwei Jahre Haft und ein zweijähriges Berufsverbot. Die Dopingaffäre war im Frühjahr 2006 aufgedeckt worden. Mehr als 50 Profis sollen in den größten Dopingskandal in der Geschichte des spanischen Radsports verwickelt gewesen sein.

Unter den Angeklagten ist jedoch kein Sportler. Allerdings sollen mehrere namhafte Radprofis als Zeugen geladen werden. Dazu gehören nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Efe unter anderem der Spanier Alberto Contador und der Italiener Ivan Basso, der wegen seiner Verwicklung in die Affäre eine zweijährige Sperre verbüßt hat.

Angeklagt sind neben dem mutmaßlichen Drogenarzt Fuentes dessen Schwester Yolanda, der Mediziner José Luis Merino sowie die drei ehemaligen Radteamchefs Manuel Saiz, José Ignacio Labarta und Vicente Belda. Ihnen wird eine "Gefährdung der öffentlichen Gesundheit" zur Last gelegt.

Die Ermittlungen hatten sich so lange hingezogen, weil Spanien 2006 noch kein Anti-Doping-Gesetz hatte und Doping damals nicht strafbar war. Die Justiz legte den Fall mehrmals zu den Akten, weil die Ermittler glaubten, den Beschuldigten keine gesundheitliche Gefährdung der Sportler nachweisen zu können. Die Untersuchungen wurden aber immer wieder aufgenommen.

Die Ankläger legen Fuentes und dessen Helfern nun zur Last, das Blut der Radsportler dickflüssiger gemacht und damit die Gesundheit der Profis gefährdet zu haben. Zudem seien Bluttransfusionen in Hotelzimmern unter unhygienischen Bedingungen vorgenommen worden. Die Blutbeutel sollen ohne die erforderliche Kühlung transportiert und die Proben nicht eindeutig ausgezeichnet worden sein.

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