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NFL: Amateure regieren Amerikas Milliarden-Geschäft

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Amateure regieren Amerikas Milliarden-Sport

22.09.2012, 15:19 Uhr | sid

NFL: Amateure regieren Amerikas Milliarden-Geschäft. Die erste Schiedsrichterin in der NFL: Shannon Eastin. (Quelle: imago)

Die erste Schiedsrichterin in der NFL: Shannon Eastin. (Quelle: imago)

Fast wäre Brian Stropolos Traum in Erfüllung gegangen. Der Amateur-Schiedsrichter und Fan der New Orleans Saints wurde für die Partie seines Lieblingsteams gegen die Carolina Panthers berufen. Erst kurz bevor es zu spät war, erfuhr die US-Football-Liga NFL von ihrem Fauxpas und ersetzte Stropolo durch einen anderen Ersatz-Schiedsrichter.

Die unvorstellbare Peinlichkeit war ein neuer Tiefpunkt der Folgen des Gehaltsstreits der professionell ausgebildeten NFL-Schiedsrichter. Weil die rund 120 offiziellen Referees seit Anfang Juni vom Spielbetrieb ausgeschlossen sind, leiten seit einigen Wochen Amateure die Begegnungen des Lieblingssports der US-Amerikaner, mit dem Milliarden umgesetzt werden.

Spieler nutzen die Unerfahrenheit aus

Anfang September waren die jüngsten Verhandlungen zwischen der Schiedsrichter-Gewerkschaft und der NFL über die Pensionsansprüche der Unparteiischen gescheitert. Die Vorstellungen beider Seiten liegen um rund 60 Millionen US-Dollar auseinander. Bei Einnahmen der NFL von rund 9,3 Milliarden US-Dollar pro Jahr eine vergleichbar eher kleine Streitsumme. Eine Einigung ist bislang trotzdem nicht in Sicht.

Die Probleme mit den Ersatz-Schiedsrichtern sind offensichtlich: Zahlreiche Fehlentscheidungen stören den Spielbetrieb, die Gesundheit der Profis steht auf dem Spiel. Die Referees legen Regeln falsch und oft zu weich aus. Das nutzen die Akteure aus. Nachdem es am ersten Spieltag noch einigermaßen geregelt zuging, loteten am zweiten Spieltag viele Football-Riesen die Grenzen aus. "Auf einer Skala von eins bis zehn stellt die Situation eine zwölf dar", sagte DeMaurice Smith, Vorsitzender der Spielervereinigung.

Erstmals eine Frau unter den Referees

In dieselbe Kerbe schlug auch Troy Aikman, ehemaliger Star-Quarterback der Dallas Cowboys: "Ich habe sehr viele illegale Aktionen gesehen, die zu schweren Verletzungen führen können." Schon vor der Saison 2001, als die Gehaltsverhandlungen zwischen den beiden Parteien scheiterten, wurden NFL-Referees vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Damals sprangen erfahrene Schiedsrichter aus dem College-Sport ein, die dieses Mal ihren NFL-Kollegen jedoch nicht in den Rücken fallen wollten.

"Es ist sehr schwer, ein Spiel zu leiten. Diese Schiedsrichter haben außergewöhnliche Arbeit verrichtet. Wir sind mit ihren Leistungen sehr zufrieden und sie werden noch besser", sagte NFL-Chef Roger Goodell, stellte jedoch klar, dass er die besten Referees auf dem Feld haben will. Die 42 Jahre alte Shannon Eastin aus Tempe (Arizona), die sonst als Schiedsrichterin in der zweithöchsten Spielklasse des College-Footballs aktiv ist, schrieb indes am ersten Spieltag der Saison Geschichte, als sie als erste Frau bei der Partie zwischen den Detroit Lions und den St. Louis Rams als Linienrichterin eingesetzt wurde. "Frauen sind ehrlicher und fairer als Männer. Und sie wissen, wie man einen Mann beim Betrügen erwischt", sagte Larry Foote, Linebacker der Pittsburgh Steelers. Die Spieler nehmen die Situation mit Humor - Kritik lässt die allmächtige NFL im Übrigen auch nicht zu.

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