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American Football: NFL wird zur Farce

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Schiedsrichter schenken Seattle den Sieg

25.09.2012, 09:33 Uhr | sid

American Football: NFL wird zur Farce. Touchdown oder nicht? Die Schiedsrichter haben keine Zweifel. (Quelle: Reuters)

Touchdown oder nicht? Die Schiedsrichter haben keine Zweifel. (Quelle: Reuters)

Die beste Football-Liga der Welt wird immer mehr zur Lachnummer. Schon seit Saisonbeginn hält die Diskussion um Ersatz-Schiedsrichter die NFL in Atem, nun haben die unerfahrenen Referees mit einer krassen Fehlentscheidung erstmals ganz direkt ein Spiel entschieden: Die Seattle Seahawks gewannen das Monday-Night-Game gegen die Green Bay Packers durch einen höchst umstrittenen Touchdown in letzter Sekunde mit 14:12.

Nach Verständnis sämtlicher Experten hatten eigentlich die Gäste den Ball gefangen und damit den Erfolg verdient. Selbst Basketball-Superstar Dirk Nowitzki echauffierte sich öffentlich via Facebook: "Was für eine Farce. Ich werde kein NFL-Spiel mehr anschauen, bis die echten Referees zurück sind."

Green-Bay-Trainer McCarthy: "Das ist schwer zu ertragen"

Die Kommentare US-amerikanischer Zeitungen sprachen von einem geklauten Sieg und von einer Schande. "Das war die schlimmste Entscheidung aller Zeiten am Ende eines Football-Spiels", ätzte TV-Experte John Gruden, 2002 Trainer des Super-Bowl-Siegers Tampa Bay Buccaneers. Die Packers waren nach der Niederlage außer sich. "Das ist entsetzlich", sagte Packers-Quarterback Aaron Rodgers. Kurz zuvor hatten die Referees entschieden, den Touchdown zu werten. "Schaut euch die Wiederholung an. Und denkt dabei daran, dass die Szene noch einmal überprüft wurde. Mehr werde ich nicht dazu sagen", erklärte der Spielmacher.

Green Bay hatte mit 12:7 geführt und die Zeit war fast abgelaufen, als Seahawks-Quarterback Russell Wilson den Ball mehr oder weniger auf gut Glück aus 24 Yards Entfernung blind in die Endzone warf. Packers-Verteidiger M.D. Jennings fing den Ball ab, erst danach klammerte sich auch Seattles Wide Receiver Golden Tate an das Ei. "Fragen sie mich bloß nicht nach den Schiedsrichtern", schäumte Packers-Trainer Mike McCarthy: "So was habe ich in vielen Jahren Football noch nicht gesehen. Das ist schwer zu ertragen." Mehr wollte der Coach nicht sagen, schließlich hat die NFL hohe Strafen angekündigt, sollte sich jemand über die Ersatz-Referees beschweren.

John Fox, Headcoach der Denver Broncos, und sein Assistent Jack Del Rio erhielten bereits eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 43.000 Euro, weil sie die Schiedsrichter verbal angegriffen hatten. Bill Belichik, Trainer der New England Patriots, hatte einen Referee nach dem Spielende sogar am Arm festgehalten. Auch dem Trainer von Sebastian Vollmer drohen Konsequenzen.

Trainer toben - Spieler gefährden sich selbst

Seit Saisonbeginn befindet sich die NFL im Arbeitskampf mit den offiziellen Schiedsrichtern. Es geht um gut 60 Millionen Dollar Gehalts- und Rentenzahlungen im Big-Business Football, das alleine in den USA über neun Milliarden Dollar umsetzt. Daher kommen in der NFL Amateur-Schiedsrichter zum Einsatz, da die Liga die etatmäßigen Unparteiischen nach gescheiterten Vertragsverhandlungen ausgesperrt hat. Erst am Sonntag hatte es neue Gespräche zwischen beiden Seiten gegeben, allerdings endeten auch diese ergebnislos.

Während am ersten Spieltag noch alles einigermaßen geordnet zuging in der NFL, nutzen die Spieler mittlerweile die Unsicherheit der Referees gezielt aus. Das sorgt unter anderem auch dafür, dass die Akteure gegenseitig ihre Gesundheit gefährden. Denn die Spieler gehen vielfach härter zur Sache, in der oft berechtigten Hoffnung, von den Ersatz-Schiedsrichtern nicht erwischt zu werden.

Spätestens mit dem Skandalspiel in Seattle wächst der Druck auf die NFL, mit den offiziellen Referees schnell zu einer Einigung zu kommen. "Es ist wirklich dringend. Ich bete, dass es möglichst schnell eine Lösung gibt", sagte Quarterback-Legende Steve Young stellvertretend für alle Football-Fans in den USA.

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