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Athletenkommission fordert Reform der Mittelverteilung

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Athletenkommission fordert Reform der Mittelverteilung

26.09.2012, 14:23 Uhr | dpa

Berlin (dpa) - Die DOSB-Athletenkommission hat eine Reform der Mittelverteilung im deutschen Spitzensport gefordert.

Es sei "zwingend erforderlich", dieses Gesamtkonzept zu überdenken und zu reformieren, erklärte Christian Breuer, Vorsitzender der Athletenkommission, in einer Nachbetrachtung der London-Spiele. Er prangerte die zunehmende Bürokratisierung der Förderung als Geldverschwendung an.

Die einzelnen Spitzensportverbände müssten "immer mehr Personal, Ressourcen, Mittel und Energie in das Füllen von Aktenordnern und Begründungen stecken, anstelle eben diese optimal für seine Athleten und den Spitzensport zu investieren", meinte Breuer. Die Mittelverteilung müsse optimiert werden.

"Dies kann, bei allem Dank, nicht durch ministerielle Instanzen gewährleistet werden", bemängelte der ehemalige Eisschnellläufer in einer Kritik an das Bundesinnenministerium und machte sich für eine Beteiligung der Athleten an allen relevanten Prozessen stark: "Ein System, in dem Entscheidungen und sportliche Weichenstellungen ohne die Meinung und Beratung durch die Athleten getroffen und oktroyiert werden, hat keine Zukunft."

Durch die Finanzprobleme der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) sieht Breuer zudem die Glaubwürdigkeit der deutschen Athleten massiv gefährdet. "Die Durchführung von Kontrollen im Spitzensport wird offen gesprochen mit Füßen getreten. Die Finanzierung der NADA ist seit Jahren nicht adäquat gesichert", wetterte Breuer, der das Gezerre um das Geld für die NADA für ein fatales Signal nach außen und innen hält. Nach der ausgelaufenen Anschubfinanzierung durch den Bund fehlen der NADA im kommenden Jahr 1,35 Millionen Euro für das operative Geschäft. Nun droht eine Reduzierung der Dopingkontrollen.

Breuer nahm das Gesundheitsministerium und die Länder in die Pflicht, die Finanzierbarkeit der Dopingkontrollen zu sichern. Beinahe alle Bundesländer hätten ihre Athleten "in teils pompösen Veranstaltungen" für ihre Leistungen geehrt. "Jedoch steht für die Athletenkommission ein 'sich-sonnen' in den Erfolgen der Athleten in keiner, aber absolut keiner Relation mit der nicht vorhandenen Beteiligung der Bundesländer an der Finanzierung der NADA", so Breuer.

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