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Schumacher: Zurück in die Rote Göttin?

28.09.2012, 16:15 Uhr | t-online.de, sid

Michael Schumacher: Zurück in die Rote Göttin?. Nach dem Aus bei MercedesGP können sich viele eine Rückkehr Michael Schumachers zu Ferrari vorstellen. (Quelle: imago)

Nach dem Aus bei MercedesGP können sich viele eine Rückkehr Michael Schumachers zu Ferrari vorstellen. (Quelle: imago)

Nach der Trennung des Formel-1-Rennstalls MercedesGP von Michael Schumacher zum Saisonende beginnen bereits die Spekulationen über die weitere Zukunft des Rekordweltmeisters. Neben einer Berater-Funktion bei seinem Noch-Arbeitgeber bringen Experten eine Rückkehr zu Schumachers Ex-Rennstall Ferrari ins Gespräch.

So auch Schumachers ehemaliger Manager Willi Weber. "Nichts ist unmöglich. Ferrari ist so eine Idee von mir", sagte Weber, der Schumacher zwischen 1991 und 2010 als Manager betreut hatte. Wäre er noch Manager, würde er "noch heute ins Auto steigen, nach Italien fahren und mich mit Ferrari-Boss Luca di Montezemolo unterhalten", sagte Weber.

Schumi könnte Massa ersetzen

Der Gedanke ist gar nicht so abwegig. Denn das zweite Cockpit neben Fernando Alonso, der noch einen Vertrag bis 2016 besitzt und, wie er sagt, bei Ferrari in Rente gehen will, besetzt derzeit Felipe Massa. Doch der Brasilianer, damals auch schon Teamkollege Schumachers bei der Scuderia, ist ein Wackelkandidat, die Saison verlief bisher enttäuschend für ihn. "Ich habe gute Chancen, bei Ferrari zu bleiben. Ich bin zuversichtlich. Ich glaube, dass der Beschluss in Kürze gefasst wird", glaubt Massa im Gespräch mit dem TV-Kanal "Sky Sport24" zwar an eine Vertragsverlängerung, doch in Italien halten sich hartnäckig die Gerüchte, Ferrari werde sich am Ende der Saison von Massa trennen.

Ferrari hält sich bedeckt

Dann wäre der Weg für eine Wiedervereinigung Schumachers mit seiner alten Liebe frei. Ein Ferrari-Sprecher sagte dazu: "Wie üblich kommentieren wir keine Gerüchte." Dass er es noch kann, hat Schumacher im unterlegenen Auto immer wieder gezeigt, zuletzt in den Häuserschluchten von Monte Carlo, wo sich im fahrerischen Bereich die Spreu vom Weizen trennt. Dort war er vor wenigen Monaten jedenfalls mit Abstand der Schnellste im Qualifying.

Schumacher hat zwar immer wieder betont, eine Entscheidung über seine Zukunft erst Ende Oktober bekanntgeben zu wollen. Jetzt kam ihm Mercedes zuvor. Aber ein letztes Mal als alter König mit seiner roten Göttin in die Schlacht zu ziehen, dieses Angebot abzulehnen würde selbst oder auch gerade dem Vollblut-Rennfahrer Michael Schumacher sehr schwerfallen.


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