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Formel 1: Ferrari-Fans wollen Michael Schumacher nicht mehr

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Ferrari-Fans wollen Michael Schumacher nicht mehr

29.09.2012, 15:07 Uhr | dpa

Formel 1: Ferrari-Fans wollen Michael Schumacher nicht mehr. Michael Schumacher in der Saison 2006 im Ferrari-Cockpit. (Quelle: imago)

Michael Schumacher in der Saison 2006 im Ferrari-Cockpit. (Quelle: imago)

Nach der Ausbootung durch Mercedes rätselt die Formel 1 über die Zukunft von Michael Schumacher. Welche Option zieht der Rekordweltmeister? Ruhestand, Funktionärskarriere oder doch noch ein Wechsel zu einem anderen Team? Der 43-Jährige und sein Management schweigen vorerst dazu - und lassen Raum für viele Interpretationen.

"Er wird zu seinem Zeitpunkt sagen, was er wählt und was er weiter macht", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug am Samstag in Valencia der ARD. Die italienischen Fans haben zumindest eine klare Meinung.

Ferrari-Fans wollen Schumacher nicht mehr

"Möglicherweise" werde der Autobauer sogar weiter mit Schumacher zusammenarbeiten, fügte Haug hinzu - nur eben in anderer Funktion. Doch es ist unklar, ob Schumacher wirklich Berater oder gar Sportdirektor sein will. Viele sehen den Vollblut-Rennfahrer auch 2013 wieder im Formel-1-Cockpit. Sogar ein Sensations-Comeback bei Ferrari, wo Felipe Massas Vertrag ebenfalls am Saisonende ausläuft, erscheint für manchen Branchenkenner nicht ausgeschlossen.

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Bei Mercedes muss Schumacher am Jahresende seinen Platz für Lewis Hamilton räumen. "Ein Kapitel für Schumacher geht zu Ende, aber vielleicht noch nicht die Ära. Von ihm kommt jedenfalls keine Ankündigung eines Abschieds", stellte die Ferrari-nahe "Gazzetta dello Sport" fest. Die Scuderia hatte zuvor erklärt, sich nicht zu Gerüchten äußern zu wollen. Laut einer Umfrage der "Gazzetta" erklären sich allerdings 57 Prozent der Leser gegen eine Rückkehr Schumachers zu Ferrari als zweiter Pilot neben Alonso.

Ross Brawn gibt Schumacher selbst die Schuld

Der britische "Daily Mirror" urteilte: "Der unermüdliche Deutsche wird nach einem neuen Team suchen, um seine Karriere fortzusetzen." Die französische "L'Equipe" brachte einen Neuanfang beim Schweizer Sauber-Team ins Gespräch. Dafür müsste der siebenmalige Champion aber wohl größere Abstriche bei Gehalt und Ansprüchen machen. Es erscheint fraglich, ob Schumacher bereit ist, schon wieder in ein Auto zu steigen, das nicht dauerhaft höchsten Ansprüchen genügt.

Gerade die unklaren Erfolgsaussichten hatten dazu geführt, dass der Altmeister bis zuletzt in den Vertragsgesprächen mit Mercedes zögerte. "Michael war immer unsicher, was er machen will", wurde Teamchef Ross Brawn von der BBC zitiert. Schumacher habe dem Team nie ein klares Signal gegeben, ob er über das Saisonende hinaus bleiben wolle. Dagegen habe Hamiltons Management Verhandlungen über einen Wechsel des Briten zu Mercedes forciert.

Kein Nummer-1-Status für Lewis Hamilton

"Michael wusste immer von den Gesprächen. Er ist froh, dass sich das Team so eine gute Alternative für die Zukunft gesichert hat", versicherte Brawn. Am Freitag hatte der Rennstall bekanntgegeben, dass Schumachers am Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Hamilton erhielt einen Kontrakt bis 2016 und wird neuer Teamkollege von Nico Rosberg.

Brawn betonte, dass der Neuzugang keinen Nummer-1-Status erhalten wird. "Lewis hat das in keinem Gespräch erwähnt. Er wollte sicher sein, dass er gleich behandelt wird, aber hat nie einen Nummer-1-Status verlangt", sagte Brawn.

Neuanfang ein "sportlicher Selbstmord"?

In der Bewertung des spektakulären Transfers waren sich die Beobachter keineswegs einig. Vom "Schritt in die Geschichte", den der britische "Guardian" sieht bis hin zum "sportlichen Selbstmord", wie es der "Independent" beurteilt, reichte am Samstag die Skala. Klar ist: Hamilton verlässt ein über Jahrzehnte erprobtes Siegerteam und kommt zu einem Rennstall, der drei Jahre mit vielen Tiefs und wenigen Höhen hinter sich hat.

Dazu muss der Weltmeister von 2008 die Sport- und Werbe-Ikone Schumacher ersetzen, der bei aller Kritik an seinen Leistungen auf der Strecke hinter den Kulissen wichtige Aufbauarbeit für Mercedes leistete. Vorher treten beide aber noch sechs Rennen lang im Saisonendspurt gegeneinander an - für ihre alten Arbeitgeber.

Der eine will nicht mehr, den anderen will man nicht mehr

Eine skurrile Situation: Hamilton braucht im Titelrennen die Unterstützung des Teams, für das er nicht mehr fahren will. Schumacher braucht für einen ordentlichen Abschied die Hilfe des Teams, das ihn nicht mehr haben will.

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