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Boll beim Tischtennis-Weltcup im Viertelfinale

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Boll meldet sich zurück - Ma Long eine Nummer zu groß

29.09.2012, 16:05 Uhr | dpa

Boll beim Tischtennis-Weltcup im Viertelfinale. Timo Boll konnte sein starkes Turnier nicht mit dem Sieg im Finale krönen.

Timo Boll konnte sein starkes Turnier nicht mit dem Sieg im Finale krönen. (Quelle: dpa)

Liverpool (dpa) - Deutschlands Tischtennis-Star Timo Boll hat sich in der Weltspitze zurückgemeldet. Acht Wochen nach dem frühen Einzel-Aus bei Olympia in London belegte der WM-Dritte bei der Rückkehr auf die Insel den zweiten Platz beim hochkarätig besetzten Weltcup in Liverpool.

Nach fünf Siegen in drei Tagen stoppte der Top-Favorit und chinesische Mannschafts-Olympiasieger Ma Long den Düsseldorfer erst in einem hochklassigen Finale mit einem deutlichen 4:0-Sieg. "Im ersten Augenblick bin ich natürlich enttäuscht, aber der zweite Platz ist nicht so schlecht", erklärte Boll. Der Linkshänder wurde von dem High-Speed-Tischtennis des ungemein hart und schnell spielenden Chinesen förmlich überrannt. Dennoch wehrte er sich nach Kräften. "Die Niederlage ist etwas zu hoch ausgefallen. Ich habe 60 bis 70 Prozent der Aufschläge meines Gegners nicht richtig zurückgebracht", analysierte der zweifache Weltcup-Sieger von 2002 und 2005.

"Timo hat ein sehr gutes Turnier gespielt. Er ist auf einem hohen Level. Aber wenn die Chinesen ins Rollen kommen, hat man keine Chance", urteilte Bundestrainer Jörg Roßkopf. "Kompliment an Timo für den zweiten Platz. Damit war im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen", sagte Verbandspräsident Thomas Weikert. Als kleines Trostpflaster erhielt der Rekord-Europameister einen Scheck in Höhe von 25 000 Dollar (rund 20 000 Euro).

Drei Wochen vor der EM in Dänemark avancierte Boll durch seinen 4:2-Sieg im Halbfinale gegen Wladimir Samsonow (Weißrussland) zum Favoriten für den Titel im Herren-Einzel. Der Olympia-Dritte Dimitrij Ovtcharov war als zweiter deutscher Teilnehmer bereits in der Vorrunde des mit 150 000 Dollar (rund 116 000 Euro) Turniers in der Beatles-Stadt gescheitert. "Dima wurde nach der Bronzemedaille viel herumgereicht. Das war eben alles zu viel. Jetzt muss ich ihn wieder aufbauen und seinen Ehrgeiz herauskitzeln", sagte Roßkopf.

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