Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Russland rechnet mit hohen Kosten für WM 2018

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Spielorte für WM 2018 stehen fest - Blatter begeistert

30.09.2012, 11:02 Uhr | dpa

Russland rechnet mit hohen Kosten für WM 2018. FIFA-Präsident Joseph S.

FIFA-Präsident Joseph S. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Die Zarenmetropole St. Petersburg, die Bernsteinstadt Königsberg und das geschichtsträchtige Wolgograd sind dabei: Russland hat elf Austragungsorte für die Fußball-WM 2018 offiziell bestätigt.

FIFA-Präsident Sepp Blatter zeigte sich in Moskau vom Fortschritt der Vorbereitungen begeistert. "Wir sind eindeutig dem Zeitplan ein Jahr voraus", betonte Blatter am Sonntag vor Journalisten. Wie Sportminister Witali Mutko sagte, rechnet die Regierung mit Gesamtkosten von etwa 15 Milliarden Euro. Russland ist erstmals WM-Gastgeber.

Bei der Bekanntgabe in einer dreistündigen schrillen Show im Staatsfernsehen war der Jubel in den ausgewählten Städten groß. Eine Überraschung war die Nominierung von Saransk. Die Hauptstadt der zentralrussischen Teilrepublik Mordwinien, etwa 500 Kilometer südöstlich von Moskau, ist mit rund 300 000 Einwohnern der kleinste Spielort. Wie in vielen anderen Städten soll dort eigens ein neues Stadion entstehen. In der "Heldenstadt" Wolgograd soll das "Siegesstadion" direkt gegenüber dem Denkmal für die blutige Schlacht von Stalingrad im Zweiten Weltkrieg gebaut werden.

Trauer herrscht in Krasnodar und Jaroslawl - beide Städte wurden von der Liste gestrichen. Ziel sei, einen möglichst breiten Einblick in die russische Kultur zu geben, begründete Mutko die Auswahl.

Das Gewalt- und Rassismusproblem im russischen Fußball beunruhige ihn nicht, sagte Blatter. Vereine, Gesellschaft und Regierung müssten gemeinsam dagegen vorgehen. In der Vorwoche war das Lokalderby zwischen Torpedo und Dynamo Moskau im Pokal wegen Fankrawallen abgebrochen worden. Zudem werden dunkelhäutige Spieler immer wieder Opfer rassistischer Pöbeleien.

Für die erste WM in Osteuropa sind zwölf Stadien vorgesehen. Davon stehen zwei in der Hauptstadt Moskau: Das Luschniki-Stadion, in dem dann vor 90 000 Zuschauern unter anderem Eröffnungsspiel und Finale stattfinden sollen, sowie die neue Arena von Rekordmeister Spartak.

Der westlichste Spielort ist Kaliningrad (Königsberg) an der Ostsee, der östlichste ist Jekaterinburg am Ural. Zwischen diesen beiden Städten liegen rund 2500 Kilometer und drei Zeitzonen. Weitere Ausrichterstädte sind die Touristenmetropole St. Petersburg, Kasan in der muslimisch geprägten Teilrepublik Tatarstan, Nischni Nowgorod, die Olympia-Stadt Sotschi, Samara an der Wolga sowie Rostow am Don.

Russland hatte sich bei der WM-Vergabe gegen England und gemeinsame Bewerbungen von Spanien und Portugal sowie aus Belgien und den Niederlanden durchgesetzt. 2017 trägt das größte Land der Erde daher auch den Confederations Cup aus. Für beide Turniere rechnen die Veranstalter mit insgesamt 1,5 Millionen Besuchern aus dem Ausland. Kremlchef Wladimir Putin versprach, die Regierung werde Fahrkarten für Inhaber von Tickets für die Spiele stark subventionieren.

Die Hälfte der Gesamtkosten sollten private Investoren tragen, kündigte Sportminister Mutko an. Putin hatte bereits kurz nach der Vergabe des Turniers an Russland Oligarchen wie etwa Roman Abramowitsch, den Besitzer des FC Chelsea, in die Pflicht genommen.

Erstmals richtet Russland 2018 die Fußball-Weltmeisterschaft aus. Dazu wählte das Organisationskomitee zwölf Stadien in elf Städten aus, in der Hauptstadt Moskau gibt es zwei Spielstätten. Die Deutsche Presse-Agentur gibt einen Überblick:

MOSKAU - Einwohner: 11,6 Millionen - Stadien: Luschniki (90 000 Plätze, nach geplantem Umbau), Spartak (46 990 Plätze, Fertigstellung 2014 geplant)

ST. PETERSBURG - Einwohner: 5 Millionen - Stadion: Zenit (69 501 Plätze, Fertigstellung spätestens 2013 geplant)

JEKATERINBURG - Einwohner: 1,4 Millionen - Stadion: Zentralstadion (bis zu 45 000 Plätze, Einweihung 2011)

NISCHNI NOWGOROD - Einwohner: 1,26 Millionen - Stadion: (44 000 Plätze, Fertigstellung 2017 geplant)

SAMARA - Einwohner: 1,2 Millionen - Stadion: (44 198 Plätze, Fertigstellung bis 2017 geplant)

KASAN - Einwohner: 1,16 Millionen - Stadion: Rubin (45 105 Plätze, Fertigstellung 2012 geplant)

ROSTOW AM DON - Einwohner: 1,1 Millionen - Stadion: (43 702 Plätze, Fertigstellung 2016 geplant)

WOLGOGRAD - Einwohner: 1 Million - Stadion: Siegesstadion (45 015 Plätze, Fertigstellung bis November 2017 geplant)

KALININGRAD (Königsberg) - Einwohner: 431 500 - Stadion: (45 000 Plätze, Fertigstellung bis 2017 geplant)

SOTSCHI - Einwohner: 343 000 - Stadion: Olympiastadion (47 659 Plätze, Fertigstellung vor den Olympischen Winterspielen 2014)

SARANSK - Einwohner: 300 000 - Stadion: Jubiläum (45 015, Fertigstellung bis 2017 geplant)

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal