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Formel 1: Internationale Pressestimmen zu Michael Schumachers Rücktritt

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"Ende einer Legende. Wen kümmert es?"

05.10.2012, 12:32 Uhr | dpa

Formel 1: Internationale Pressestimmen zu Michael Schumachers Rücktritt. In 21 Jahren in der Formel 1 wurde Michael Schumacher sieben Mal Weltmeister. Zum Saison-Ende ist endgültig Schluss. (Quelle: Reuters)

In 21 Jahren in der Formel 1 wurde Michael Schumacher sieben Mal Weltmeister. Zum Saison-Ende ist endgültig Schluss. (Quelle: Reuters)

Michael Schumachers Stimme stockte. "Time to say goodbye", sagte der Formel-1-Rekordweltmeister bewegt, als er am Rande des Rennens im japanischen Suzuka seine einzigartige Karriere zum Saisonende endgültig für beendet erklärte. Die internationale Presse reagierte dagegen wenig sentimental auf die Entscheidung des Mercedes-Piloten. "Wen kümmert es?", fragt die englische Zeitung "The Sun". "La Gazzetta dello Sport" (Italien) kommentierte "Schumi hört auf - und diesmal wirklich. Zum Glück."

Auch in anderen Teilen der Welt geht der Tenor eindeutig mehr in Richtung Häme als Trauer. Hier die gesammelten Pressestimmen:

ITALIEN

"La Gazzetta dello Sport": "Schumi Game Over. Schumi hört auf - und diesmal wirklich. Zum Glück. Das ist die richtige Entscheidung. Auch noch ein Grand Prix-Sieg mehr hätte seiner grandiosen Karriere nichts hinzugefügt. Aber weitere Niederlagen hätten ihn wie einen ausgezehrten Boxer erscheinen lassen, der seiner großen Zeit nachtrauert. In den letzten drei unnötigen Saisons hat er viel kapiert. Das Leben bietet außerhalb der Pisten so viel."

"Corriere dello Sport": "Schumi sagt der Formel 1 addio."

"Tuttosport": "Schumi verabschiedet sich noch einmal und sagt endgültig addio!"

"Corriere della Sera": "Schumi tritt zum zweiten Mal ab. Jetzt ist er auf der Suche nach dem normalen Leben."

"La Repubblica": "Schumi gibt auf."

"La Stampa": "Noch ein Rücktritt - nun für immer: Der alte Millionär kann sich nicht mehr begeistern."

GROSSBRITANNIEN

"The Sun": "Ende einer Legende. Wen kümmert es? Nicht Lew, während Veteran zurücktritt."

"The Times": "Ein bescheidenerer Deutscher geht in den Ruhestand. ... Ankunft von Hamilton ist Wiederholung der Geschichte für alten Mercedes-Krieger. Es war Zeit zu gehen und Hamilton hat Schumacher einen Gefallen getan."

"Daily Mirror": "Schu geht für immer. Wegen Lewis Hamilton ist Schumacher seit gestern Geschichte. ... Auto war der Held, ..nicht Michael. Schumacher hätte vielleicht das Zeugs gehabt zur Sportelite. Aber er war so beschäftigt, Abkürzungen zu nehmen, dass wir nie dazu kamen, das zu beurteilen. Und jetzt ist es zu spät."

SPANIEN

"El Pais": "Schumacher nimmt zum zweiten Mal Abschied, diesmal aber für immer. Er hat mit Mercedes die Ziele nicht erreicht, die er sich bei seinem Comeback gesetzt hatte."

"El Mundo": "Das erzwungene Adios des 'Kaisers': Schumacher hätte gerne noch weiter gemacht. Aber der Lauf der Ereignisse ließ es ihm dann doch ratsam erscheinen, seine Karriere zu beenden."

"El Periodico": "Schumi geht, aber diesmal wirklich. Er nimmt Abschied nach seinem frustrierenden Comeback. In drei Jahren war er nur einmal unter den ersten Drei."

"As": "Die Verpflichtung von Hamilton bei Mercedes bewegt Schumacher zu einem vorzeitigen Abschied."

"Sport": "Diesmal scheint es Schumacher mit seinem Abschied ernst zu sein. Er ist enttäuscht, weil er nach seinem Comeback seine Ziele nicht erreicht hat. Von seinen 155 Plätzen auf dem Podium errang er nur einen bei Mercedes."

FRANKREICH

"L'Equipe": "21 Jahre nach seinem Debüt in der Formel 1 beendet Michael Schumacher zu Saisonende mit 43 Jahren seine Karriere. Von seiner Langlebigkeit abgesehen, wird der siebenfache Weltmeister aus Deutschland der Fahrer bleiben, der seine Disziplin in eine andere Dimension geführt hat."

BRASILIEN

"globo.com": "Schumacher war drei Jahre außerhalb der Formel 1, dann hielt er es nicht mehr aus und kehrte zurück. In der neuen Phase schaffte er nicht mal einen Sieg. Nichts erinnerte mehr an den Fahrer, der eine so angespannte Rivalität mit Ayrton Senna hatte."

"Estado de Sao Paulo": "Das ist nicht das Karriereende, das Michael Schumacher verdient. Das ist ein Karriereende, das nicht mit der Größe seines Werkes übereinstimmt. Es ist sogar traurig."

SCHWEIZ

"Neue Zürcher Zeitung": "Michael Schumacher hat bereits bewiesen, dass er auch ohne die Formel 1 einen Adrenalinschub findet, neuerdings im Fallschirmspringen. Aber kann die Formel 1 genauso gut ohne ihn leben?"

"Blick": "Die Sportwelt verliert eine ihrer größten Figuren. Und diesmal für immer. Aus dem fahrenden Computer, der für seine 91 GP-Erfolge in der ersten Karriere keine Rücksicht auf Verluste nahm, ist beim missglückten dreijährigen Mercedes-Comeback ein Mensch geworden."

"Basler Zeitung": "Sein Nimbus als bester Fahrer aller Zeiten hat während der glücklosen Epoche mit Mercedes stark gelitten. Erhielt er zuvor Applaus aus Respekt, wurde ihm dieser in letzter Zeit aus Mitleid zuteil."

ÖSTERREICH

"Kurier": "Eine mediale Bombe fühlt sich anders an: überraschender, gewaltiger, emotionaler. Zu lange hatte die Zündschnur an der Karriere von Michael Schumacher bereits gelodert, als dass das offizielle Ende noch großflächig erschüttern kann."

"Standard": "Die zweite Karriere des heute 43-jährigen Michael Schumacher ist mit seiner ersten, die für den gelernten KFZ-Mechaniker aus Kerpen am 25. August 1991 beim Grand Prix von Belgien begann, nicht zu vergleichen."

PORTUGAL

"Público": "Die Verpflichtung von Lewis Hamilton durch Mercedes hat Schumi die letzte Energie entzogen. Es ist wahr, dass die Rückkehr des Wunderkindes der Formel 1 kaum mehr als vage Erinnerungen an den unschlagbaren Fahrer früherer Zeiten gebracht hatte."

"Sol": "Das zweite Leben des deutschen Stars in der Formel 1 hat nicht die Erwartungen erfüllt, die sein Name geweckt hatte. ... Resümierend, es war ein Comeback, das nicht dem Namen gerecht wurde, der zwischen 1991 und 2007 in Diensten von Benetton und Ferrari sieben Mal den WM-Titel gewann und so einen Rekord aufstellte."

BELGIEN

"Het Laatste Nieuws": "Schumacher sagt, er hört auf, weil er lange darüber nachgedacht hat. Die Wahrheit ist aber, dass keiner ihn mehr will."

"Le Soir": "Michael Schumacher ist der Mann aller Rekorde. (...) Dennoch darf man sich zurecht fragen, was er eigentlich gesucht hat, als er 2010 wieder auf die Rennstrecke gekommen ist. (...) In drei Saisons hat er nicht viel gewonnen. Ganz im Gegenteil, er ist ein Pilot wie die anderen geworden. Mit seinen Stärken. Und seinen Schwächen. Dabei hatte man 15 Jahre lang geglaubt, er hätte keine!"

NIEDERLANDE

"De Telegraaf": "Michael Schumacher nahm vor sechs Jahren als siebenfacher Weltmeister Abschied von der Formel 1. Der Sport trauerte um den Verlust einer Ikone, einer Rennfahrer-Legende. Zwei Jahre nach seinem Comeback kündigte der 43-jährige Deutsche gestern in Suzuka in Japan mit einem kurzen Monolog erneut seine sportliche Pensionierung an. Die Wirkung seiner Botschaft war diesmal sehr viel kleiner. 'Manchmal ist es gut, etwas abzuschließen', sagte Schumacher. Es gab niemanden, der ihm widersprach."

"Algemeen Dagblad": "Michael Schumacher schmückte seinen Abschied von der Formel 1 mit seiner bekannten Arroganz. Er konnte noch mithalten mit den Besten und war stolz auf seine Leistungen, aber die Motivation, um weiter zu machen, hatte er nicht mehr. ... Die Realität ist weniger schön. Faktisch ist die zweite Rennkarriere von Schumacher misslungen."

UNGARN

"Nepszabadsag": "Es sei nicht sein Ding, bloß im Kreis zu fahren, sagte Schumacher bei seinem Rücktritt. Und wie recht er hat: Tatsächlich ist es nicht sein Ding, im Kreis zu fahren. Sondern zu siegen."

INDIEN

"Hindustan Times": "Goodbye Again, Schumi!"

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