Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Münchens OB Ude warnt vor zu schnellem Bürgerbegehren

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

München will Bürgerbegehren für Olympia starten

10.10.2012, 17:25 Uhr | dpa

Münchens OB Ude warnt vor zu schnellem Bürgerbegehren. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude möchte ein erneute Olympia-Bewerbung nicht scheitern lassen.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude möchte ein erneute Olympia-Bewerbung nicht scheitern lassen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Auf ein Neues in 2022 - es kommt wieder Bewegung in die Münchner Olympia-Ambitionen: Stadtrat Mario Schmidbauer (CSU) will ein Bürgerbegehren für eine Münchner Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 starten.

"Ich werde ein Bürgerbegehren für Olympia 2022 starten, und zwar nicht als Stadtrat, sondern als Bürger der Stadt München", sagte Schmidbauer der Nachrichtenagentur dpa. Bis Januar will er mit der Bürgerinitiative "München PRO 2022" durch diverse Aktionen in Sportvereinen und in der Stadt die notwendigen Unterschriften gesammelt haben. "Wir benötigen 34 000 Unterschriften, um ein Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen. Dann muss sich der Stadtrat damit befassen", erklärte er. Auch am Ski-Standort in Garmisch-Partenkirchen soll nach dpa-Informationen zeitnah ein Bürgerbegehren initiiert werden.

Offiziell erklären die Stadt München und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) seit Monaten, sich erst im September kommenden Jahres, nach der Vergabe der Sommerspiele 2020, mit einer weiteren Kandidatur der bayerischen Landeshauptstadt ernsthaft beschäftigen zu wollen.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude warnte sogar vor einem falsch getimten Bürgerbegehren. "Ein Bürgerbegehren zum jetzigen Zeitpunkt würde deshalb überhaupt nichts positiv bewirken, aber sehr wohl Schaden stiften", erklärte Ude. "Das Wichtigste an einer olympischen Bewerbung ist das Zusammenwirken aller Beteiligten, das Schädlichste bloße Wichtigtuerei." Tatsächlich tagte eine Arbeitsgruppe München 2022 bereits in dieser Woche.

Nach der Münchner Wahlschlappe gegen Pyeongchang im Kampf um die Winterspiele 2018 wollen die deutschen Olympia-Macher bei einem zweiten Anlauf nicht die gleichen Fehler machen. 33 Millionen Euro kostete die Bewerbung um 2018, mehrere Geschäftsführer wurden gewechselt, und ein Grundstücksstreit und Bürgerbegehren spaltete den geplanten Co-Gastgeber Garmisch-Partenkirchen. Bei der Abstimmung am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban setzte sich das südkoreanische Pyeongchang mit 63:25 Stimmen schließlich klar durch.

"Für die Katz' haben wir nicht gearbeitet, konzipiert und nachgedacht, sondern für die Zukunft", verkündete Münchens Oberbürgermeister Christian Ude bei der Aufarbeitung der vierten gescheiterten deutschen Bewerbung in Serie nach Berchtesgaden (1992/Winter), Berlin (Sommer/2000) und Leipzig (Sommer/2012) fast trotzig. Die 7. Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) beschloss am 3. Dezember vergangenen Jahres in Berlin, "zum jetzigen Zeitpunkt" von der Münchner Kandidatur um die Olympia 2022 abzusehen.

Der sorgfältig formulierte Beschluss sollte den Partnern einer deutschen Bewerbung die gewünschte Planungssicherheit geben. Vor allem die Fragen der internationalen Chancen, politischen Einigkeit, Unterstützung der Bevölkerung und Finanzierung müssten sorgfältig geprüft und positiv beantwortet werden. "Wir wollen Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland. Wir stehen für eine erneut Bewerbung bereit, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und begründete Aussicht auf Erfolg bestehen", hieß es in der offiziellen Erklärung.

Durch den Anfang August verkündeten Verzicht der USA auf eine Bewerbung für die Winterspiele 2022 hat sich die Ausgangslage verändert. "Das ist ein wichtiges Signal. Es gibt eine positive Richtung für eine europäische, möglicherweise deutsche Bewerbung", so die damalige Reaktion von DOSB-Präsident Thomas Bach.

Innenminister Hans-Peter Friedrich hatte am Rande der London-Spiele die Hoffnung geäußert, die Münchner Pläne "wiederzubeleben". Nach den Winterspielen 2010 in Vancouver, 2014 im russischen Sotschi und 2018 in Pyeongchang hätte eine europäische Bewerbung um das Wintersportfest 2022 beste Chancen. Ein zweiter Versuch der Münchner gilt als aussichtsreich. Das Konzept ist erprobt, hat qualitativ wenig Mängel und müsste nur noch aus der Schublade gezogen werden.

Bis zum 14. November 2013 müssen alle Kandidatenstädte ihre Bewerbungsunterlagen und finanziellen Garantien beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht haben. Davor liegt Anfang September 2013 die Vergabe der Sommerspiele 2020, um die Tokio, Istanbul und Madrid streiten. Erst 2015 wird die IOC-Vollversammlung in Kuala Lumpur über den Ausrichter des Winterspektakels 2022 entscheiden. Die Schweiz hat bereits erklärt, einen Kandidaten ins Rennen schicken zu wollen. Auch Oslo und die ukrainische Stadt Lwiw haben öffentlich Interesse bekundet.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal