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Ecclestone: Mercedes plant den Putsch

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"Wir werden keinen monatelangen Prozess abwarten"

13.10.2012, 15:22 Uhr | sid

Ecclestone: Mercedes plant den Putsch. Der Druck auf Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wird größer. (Quelle: imago)

Der Druck auf Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wird größer. (Quelle: imago)

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gerät wegen des Verdachts der Bestechung immer mehr unter Druck. Sollte der 81 Jahre alte Brite wegen dubioser Zahlungen im Zuge des Verkaufs von Anteilen an der Rennserie tatsächlich angeklagt werden, will der Rennstall Mercedes offenbar die Absetzung Ecclestones vorbereiten, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Die Silberpfeile wollen dann demnach mit anderen Teams und Sponsoren eine breite Front gegen Ecclestone aufbauen und den bisher allmächtigen Promoter stürzen. "Wir werden keinen monatelangen Prozess abwarten, sondern etwas unternehmen", wird eine nicht genannte Quelle zitiert: "Wir wollen, dass die Formel 1 ein sauberer Laden ist."

44 Millionen Dollar Bestechungsgeld

Ein Mercedes-Sprecher wollte den Bericht am Rande des Großen Preises von Südkorea weder dementieren noch bestätigen: "Wir bitten um Verständnis, dass wir Spekulationen nicht kommentieren."

Ecclestone soll dem früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld im Zuge des Verkaufs einer Formel-1-Beteiligung der BayernLB an den britischen Investor CVC gezahlt haben.

Münchener Staatsanwaltschaft prüft Anklage

Der mittlerweile zu achteinhalb Jahren Haft verurteilte Gribkowsky soll Ecclestone bei der Münchner Staatsanwaltschaft schwer belastet haben, so dass eine Anklage gegen den Briten geprüft wird. Der Brite bestreitet die Vorwürfe und behauptet, Gribkowsky habe ihn erpresst.

In dem neuen Grundlagenvertrag der Formel 1 zwischen Teams und Vermarkter, dem sogenannte Concorde Agreement, soll sich Mercedes erstmals Compliance-Rechte zugesichert haben. Damit könnten die Stuttgarter im Falle von unsauberen Geschäften Konsequenzen fordern, um Imageschäden vom Unternehmen fernzuhalten.

Sonderrechte für Mercedes beim Concorde Agreement

Sollten hochrangige Manager wie Ecclestone trotz Gesetzesverstößen im Amt bleiben, gelte ein Sonderkündigungsrecht für Mercedes, so dass sich das Unternehmen aus der Formel 1 zurückziehen kann. Das neue Concorde Agreement ab der Saison 2013 soll am 23. Oktober in Paris präsentiert werden

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