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Ovtcharov: Super-Jahr auch ohne EM-Einzelmedaille

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Ovtcharov: Super-Jahr auch ohne EM-Einzelmedaille

21.10.2012, 10:34 Uhr | dpa

Ovtcharov: Super-Jahr auch ohne EM-Einzelmedaille. Dimitrij Ovtcharov kann auch ohne EM-Medaille leben.

Dimitrij Ovtcharov kann auch ohne EM-Medaille leben. (Quelle: dpa)

Herning (dpa) - Bei der Siegerehrung im Doppel konnte Dimitrij Ovtcharov schon wieder lachen. Mit einem breiten Grinsen küsste er den großen Pokal, den es für Platz drei bei der Tischtennis-EM gab.

Eine Stunde zuvor wirkte Deutschlands Shooting-Star noch ziemlich zerknirscht. "Ich habe hohe Führungen nicht nach Hause gebracht", haderte der 24 Jahre alte Olympia-Dritte über die 3:4-Niederlage gegen Tan Ruiwu aus Kroatien im Viertelfinale des Einzels am Samstag.

Damit war das EM-Turnier für den ehrgeizigen Rechtshänder mit Wohnsitz in Düsseldorf bereits am vorletzten Tag beendet - ohne die erhoffte Einzelmedaille. Bronze im Doppel an der Seite des Weißrussen Wladimir Samsonow - beide verdienen ihr Geld als Profis beim russischen Club Fakel Orenburg - war ein kleiner Trost. "Für mich war es trotzdem ein Super-Jahr, so intensiv wie nie", bilanzierte Ovtcharov.

Er gewann 2012 das Europa-Top-12-Turnier, wurde Zweiter mit den DTTB-Herren bei der Heim-WM in Dortmund, kehrte mit zweimal Bronze im Einzel und Team von den Olympischen Spielen aus London zurück und rückte unter die Top Ten der Weltrangliste vor. Den EM-Titel im Einzel, den einige Experten Ovtcharov bereits in Herning zugetraut hatten, hat er sich für die Zukunft aufgehoben. "Ich greife wieder an", versprach Ovtcharov.

In Dänemark hatte sich der gebürtige Ukrainer, der im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern nach Hameln kam, möglicherweise zu viel zugemutet. Im Gegensatz zu Timo Boll und den anderen deutschen Assen spielte er Einzel und Doppel. "Das war natürlich eine zusätzliche Belastung", sagte der an Nummer zwei gesetzte Mitfavorit. "Aber wir wollten es mal probieren."

Sein Partner Samsonow wirkte im Einzel richtig platt. Er wurde vom furios spielenden deutschen Meister Bastian Steger im Viertelfinale mit 0:4 überrollt. Top-Star Boll hatte seine Kräfte besser eingeteilt und die Priorität von vornherein auf das Einzel gelegt. "Ich bin keine Maschine, Dima hat vielleicht etwas mehr Power als ich", sagte der 31 Jahre alte Rekord-Europameister mit Blick auf Ovtcharov.

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