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Causa Erfurt: WADA akzeptiert Freisprüche

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Causa Erfurt: WADA akzeptiert Freisprüche

31.10.2012, 13:28 Uhr | dpa

Berlin (dpa) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA wird gegen die Freisprüche von Eisschnellläuferin Judith Hesse und Bahnradsportler Jakob Steigmiller keine Rechtsmittel einlegen. Beide Entscheidungen in der "Causa Erfurt" sind damit rechtskräftig, die beiden Athleten bleiben straffrei.

Mit dieser Entscheidung folgte die WADA der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA und stellte gleichzeitig fest, dass die von dem Erfurter Mediziner Andreas Franke praktizierte UV-Behandlung von Blut seit dem 1. Januar 2011 definitiv eine verbotene Methode ist.

Noch vor einigen Wochen hatte WADA-Generaldirektor David Howman in Stockholm angekündigt, Entscheidungen in der Erfurter Blutmanipulations-Affäre zu überprüfen. Man werde schauen, ob die Fälle den Regeln entsprechend in Deutschland behandelt wurden und falls sich ein Fall für einen Einspruch beim CAS eigne, auch "diesen Schritt in Betracht ziehen", hatte der Neuseeländer erklärt.

Vor dem Deutschen Sportschiedsgericht DIS hatten sich die beklagten Sportler und die NADA in beiden Fällen auf Schiedssprüche mit vereinbartem Wortlaut geeinigt. Darin wurde festgehalten, dass die fragliche UV-Blutbehandlungsmethode zwar objektiv ein Dopingvergehen darstelle, die Athleten in den konkreten Fällen jedoch kein Verschulden treffe. Die Fälle von Hesse und Steigmiller betrafen den Zeitpunkt nach dem 1. Januar 2011. Dem Mediziner Franke wird vorgeworfen, Sportlern Blut entnommen, dieses mit UV-Licht behandelt und anschließend in den Körper der Athleten reinjiziert zu haben, was einem Dopingvergehen gleichkomme.

Unabhängig von beiden genannten Fällen werden die Ermittlungen zur Aufklärung der Erfurter Vorkommnisse vor dem 1. Januar 2011 weiter vorangetrieben. Insgesamt hatte die NADA drei Fälle in der Causa Erfurt vor das Sportschiedsgericht gebracht. In einem weiterhin vor dem DIS anhängigen Präzedenz-Fall wird zur Zeit geprüft, ob die UV-Behandlung des Blutes auch vor 2011 einen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen darstellt.

Das Verfahren wird seit Juni 2012 geführt, eine mündliche Verhandlung fand Ende September statt. Eine Entscheidung ist für Mitte November avisiert. Rechtlich ist nach wie vor umstritten, ob die Methode vor 2011 verboten gewesen ist.

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