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Sicherheitsdebatte: Viel Gerede, wenig Ergebnisse

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Sicherheitsdebatte: Viel Gerede, wenig Ergebnisse

14.11.2012, 13:06 Uhr | dpa

Sicherheitsdebatte: Viel Gerede, wenig Ergebnisse. Über die Gefährlichkeit von Pyrotechnik war man sich einig.

Über die Gefährlichkeit von Pyrotechnik war man sich einig. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Zumindest in zwei Punkten waren sich die Podiumsgäste bei der Diskussion um Sicherheit in Fußballstadien einig: Pyrotechnik ist ziemlich gefährlich und Gewalt hat im Stadion nichts zu suchen.

Das war's dann allerdings auch schon mit der Einigkeit in München. Darüber hinaus redeten die Vertreter aus Politik, Vereinen und Fanarbeit während der zweistündigen Veranstaltung vor allem eines: aneinander vorbei.

"Nicht jeder Ultra ist gleichzeitig ein Randale-Verdächtiger", mahnte Dieter Schneider, Präsident des Zweitligisten 1860 München. Auch der Politologe Nicolas Heckel, bei der SpVgg Greuther Fürth für das Fanwesen zuständig, bemühte sich, ein differenzierteres Bild von Ultras, Hooligans und anderen Fußballfans zu vermitteln. Dass die Gewaltbereitschaft im Fußball in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen habe, habe er nicht festgestellt. "Gewalt im Fußball gibt es genauso wie Gewalt in der Gesellschaft schon immer", sagte Heckel.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sah das völlig anders: "Wir haben mehr Verletzte, wir haben mehr Randale", sagte der CSU-Politiker, der sich gegen Ende der Veranstaltung mehrfach in Rage redete und in schweren Fällen lebenslange Stadionverbote forderte.

Die verschärften Kontrollen beim Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag hielt Herrmann für die richtige Maßnahme. "Es sind ein paar Dutzend Leute abgetastet worden, nicht mehr und nicht weniger", sagte der Politiker. "Wir halten das für richtig." Für die Sicherheit in Fußballstadien sei der jeweilige Verein zuständig. Die Fan-Beauftragten der Eintracht hatten die Aktion von Ordnungsdienst und Polizei als "unangemessen sowie massiv überzogen" kritisiert.

Herrmanns Lösungsvorschlag in der Debatte nahm schließlich die Vereine in die Pflicht: Diese sollten Teile ihrer Einnahmen aus Fernsehgeldern in Fanarbeit investieren. Weitere Steuergelder sollten nicht verwendet werden. 1860-Präsident Schneider warnte davor, die finanzielle Verantwortung für Fanprojekte hin und her zu schieben.

Am Ende wurde deutlich, dass das vermutlich größte Problem die oftmals offenbarte Unwissenheit über die Fanszene sei. Solch ein Fußballfan saß jedenfalls nicht auf dem Podium.

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