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Schumi hilft Sebastian Vettel zum Titel: "Hab gerne Platz gemacht"

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Schumacher: "Ich habe gerne Platz gemacht"

26.11.2012, 09:23 Uhr | t-online.de

Schumi hilft Sebastian Vettel zum Titel: "Hab gerne Platz gemacht". Michael Schumacher (re.) freut sich mit Sebastian Vettel. (Quelle: dpa)

Michael Schumacher (re.) freut sich mit Sebastian Vettel. (Quelle: dpa)

Beim an Dramatik kaum zu überbietenden Rennen in Sao Paulo hat Michael Schumacher zum Ende seiner eindrucksvollen Karriere noch einmal in die WM-Entscheidung eingegriffen. Es lief die 65. Runde, als Sebastian Vettel bei seiner Aufholjagd von hinten heranraste. Schumacher, der auf einem starken sechsten Platz lag, sah den Red-Bull-Piloten im Rückspielgel und machte sofort Platz - und verhalf seinem Kumpel damit zum Titel-Hattrick. (Lesen Sie auch: Internationale Presse feiert Sebastian Vettel)

Formel 1 - Videos 
In "Vettelheim" stehen die Fans Kopf

In der Heimat des Weltmeisters wird kräftig gefeiert. Video

Nach dem Rennen war Schumacher einer der ersten Gratulanten. Beide lagen sich in den Armen, lachten herzlich miteinander. "Für einen Kumpel wie Seb macht man das gerne", zitiert "Bild.de" den Rekordweltmeister. "Er hat nie den Kopf hängen lassen, obwohl er schon in der ersten Runde verkehrt herum vor mir stand. Ich habe gerne Platz gemacht."

Großartiges Karriereende

Vor dem WM-Showdown in Brasilien war gar nicht sicher, ob Schumacher seinem Freund Vettel im WM-Kampf mit Fernando Alonso wirklich zur Seite steht. "Fernando und Sebastian sollen den WM-Kampf unter sich ausmachen.

In meiner Brust schlagen zwei Herzen: Auf der einen Seite fühle ich mich Ferrari sehr verbunden (Schumacher wurde mit Ferrari fünfmal Weltmeister, Anm. d. Red.), auf der anderen Seite ist Seb ein sehr guter Freund", hatte er gesagt.

Am Ende siegte also die Freundschaft - was für ein tolles Ende einer großartigen Karriere. Siebenmal holte Schumacher den WM-Titel, 28 Rekorde stellte er zwischen 2001 und 2006 auf. Allerdings verlief das Comeback bei Mercedes in den vergangenen drei Jahren nicht nach Wunsch. Der 43-Jährige fuhr fast nur hinterher.

Doch daran wollte der Rekordweltmeister nach seinem letzten Rennen nicht denken. Er wirkte gelöst, aber auch wehmütig. "Ich bin traurig und habe die meiste Zeit genossen."

Haug: "Als Mensch ist Schumacher die Steigerung"

"Als Rennfahrer war Michael mega, als Mensch ist er die Steigerung dazu", sagt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Vettel kann das nach dem Freundschaftsdienst von Sao Paulo nur bestätigen.

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