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Sebastian Vettel: Sein vierter Titel ist schon vorprogrammiert

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Vettels vierter Titel ist schon vorprogrammiert

26.11.2012, 11:37 Uhr | t-online.de

Sebastian Vettel: Sein vierter Titel ist schon vorprogrammiert. Sebastian Vettel ließ sich in dieser Saison von nichts stoppen. (Quelle: imago)

Sebastian Vettel ließ sich in dieser Saison von nichts stoppen. (Quelle: imago)

Aus Sao Paulo berichtet Elmar Brümmer

Ein Platztausch mit symbolischem Charakter: Michael Schumacher gibt seinen sechsten Platz beim Großen Preis in Brasilien an Sebastian Vettel ab, und damit auch den Platz in der Formel-1-Geschichte als jüngster Dreifach-Weltmeister. Der irre Große Preis von Brasilien und die mindestens so verrückte Aufholjagd des Heppenheimers macht aber auch klar: Bei dreimal vetteln soll es nicht bleiben.

Mit diesem Schwung und sich kaum ändernden technischen Regeln ist der Hattrick-Champion auch schon wieder der Favorit für die Saison 2013. Vom 17. März an spielt Sebastian Vettel dann Renn-Quartett.

Der Name Prost fehlt im Eifer des Gefechts

Mit dem dritten Titel in Folge ist der Heppenheimer schon nach 101 Rennen zum vollwertigen Mitglied der rasenden Champions-League aufgerückt. Red-Bull-Teamchef Christian Horner zählte ihm sieben der acht Piloten aus der Formel-1-Geschichte auf, die schon drei oder mehr WM-Triumphe eingefahren haben.

Nur einer wollte ihm in der Hektik des Regen-Dramas von Interlagos nicht einfallen, als er die Namen ins Cockpit funkte. Geschichtsfreund Vettel, noch auf der Ehrenrunde, wusste sofort, wer fehlte: Alain Prost. Der Franzose hatte vier Titel gewonnen - womit sofort nach dem Finish von Sao Paulo das Ziel für den Neu-Start klar gemacht ist.

"Da bleibt einem der Atem weg"

So weit will Vettel noch nicht denken, es ist ihm immer noch peinlich, mit Senna oder Schumacher in einem Atemzug genannt zu werden, und das ist keine gespielte Schüchternheit. Sondern ganz einfach großer Respekt. Und natürlich das Überraschungs-Moment: "Das war was ganz Besonderes. Da bleibt einem erstmal der Atem weg.“

Es wird nach dem nun anstehenden Reisestress - Rennfabrik-Besuch in England, vielleicht ein Abstecher an die Bergstraße, Weltmeister-Ehrung in Istanbul, Race of Champions in Bangkok - vielleicht irgendwann dämmern, was er an diesem grauen brasilianischen Nachmittag geschafft hat. Renngeschichte zu schreiben - und endgültig seine eigene Ära zu beginnen. Hätte Alonso noch weiter von Fehlern anderer profitieren können, dann wäre er es gewesen, dem die Ehre zuteil geworden wäre.

Ferrari-Stalloder geht Vettel auf den Geist

Vettel verliert grundsätzlich nicht gern, aber eine Niederlage gegen Ferrari auf den letzten Drücker, die hätte echten Frust ausgelöst. Denn die Stallorder bei den Italienern ging ihm in letzter Zeit ziemlich auf den Geist, er empfindet sie durchaus als Schmälerung seiner und der Bemühungen von Red Bull: "In gewisser Weise bin ich so erzogen worden: Lügen haben kürze Beine, ehrlich währt am längsten. Wir haben uns die Treue gehalten, sind unseren Weg gegangen, haben uns nicht einschüchtern lassen.“ Da schwelt ein Konflikt auf der Strecke, der in ihm brennt für die Revanchesaison. Aber erst einmal war es unter extremen Umständen Vettels Reifeprüfung, die definitive Formel Vau.

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In der Heimat des Weltmeisters wird kräftig gefeiert. Video

Während der famosen Aufholjagd in der zweiten Saisonhälfte hatte Sebastian Vettel die These "Wir müssen nur auf uns selbst schauen“ zum Mantra erhoben, auf die Reporter hatte dieser Satz schon psychedelische Wirkung - aber nur durch diese Fähigkeit konnte er die Dramen im Autodromo Carlos Pace bewältigen. Geisterfahrer in der ersten Runde zu sein, ans Ende des Feldes zurückzufallen, ein beschädigtes Auto, kein Funkmikrofon mehr, ein zu früher Boxenstopp und damit ein zusätzlicher Reifenwechsel – ganz abgesehen von allen anderen Kapriolen. Mit gerade mal 25 schon Stoiker zu sein, während allerorten die Nerven blank lagen, das muss einer auch erst schaffen. Noch eine Stunde nach den 110 Thriller-Minuten war er vollgepumpt mit Adrenalin.

"Eine tolle Show für die Zuschauer"

Und begann so langsam, sich über die eigene Leistung zu freuen: "Generell wurden uns alle Steine in den Weg gelegt - aber wir haben nicht losgelassen. Es hat einfach so sein sollen.“ Da war natürlich auch viel Verzweiflung und noch mehr Trotz dabei: "Haben uns nicht alle eingeredet, dass wir im Regen keine Chance gegen Ferrari haben? Und dann war das Gegenteil der Fall. Jeder ist sein Rennen gefahren, wir müssen uns bei niemand bedanken." Vielleicht nur beim eigenen Selbstbewusstsein: "Im Auto habe ich selbst eigentlich zu keiner Zeit daran gezweifelt, dass es vorbei sein könnte. Man verdrängt alle Gedanken. Nicht nach links oder rechts schauen, einfach immer weiter machen, auf dem Gas bleiben.“

Ein Rennen auf der tückischen Berg- und Talbahn, das exakt diese total verrückte Saison widerspiegelt. "Stimmt“, sagt Vettel, "verrückter kann man eine Titelentscheidung gar nicht gestalten. Tut mir leid, der ein oder andere vielleicht von der Couch gefallen ist. Für alle Zuschauer war das eine tolle Show – aber wir hatten die Arbeit." Sein Boss Christian Horner gehört zu den nervlich Erschöpften, aber auch zu den Bewunderern des Drama-Königs: "Es ist alles passiert, was man sich nur vorstellen konnte. Es ist toll, dass wir da durchgekommen sind.“

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