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Bundesliga: Stiller Protest der Fans am 14. Spieltag gegen das Sicherheitskonzept

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Fans planen zwölfminütigen Stimmungsboykott

26.11.2012, 15:58 Uhr | sid, dpa

Bundesliga: Stiller Protest der Fans am 14. Spieltag gegen das Sicherheitskonzept. Beim Duell zwischen Schalke 04 und Eintracht Frankfurt werden trotz Pyrotechnik-Verbots mehrere Bengalos von S04-Anhängern gezündet. (Quelle: imago)

Beim Duell zwischen Schalke 04 und Eintracht Frankfurt werden trotz Pyrotechnik-Verbots mehrere Bengalos von S04-Anhängern gezündet. (Quelle: imago)

Am vergangenen Wochenende haben Randalierer in Deutschlands Fußballstadien wieder einmal von sich reden gemacht - jetzt wollen die Fans schweigen. Exakt zwölf Minuten und zwölf Sekunden soll es nach dem Anpfiff in den Stadien der 1. und 2. Bundesliga an den nächsten drei Spieltagen still sein. Unter dem Motto "Ohne Stimme keine Stimmung" protestiert die Szene gegen das geplante Sicherheitskonzept, das die 36 Profiklubs bei ihrer Vollversammlung am 12. Dezember verabschieden wollen. Der Auftakt der Schweigeaktion am Wochenende in der 3. Liga fiel allerdings wenig spektakulär aus.

Einen Bärendienst erwiesen einige Störenfriede jenen Fan-Organisationen, die im Dialog mit ihren Vereinen und der Deutschen Fußball Liga (DFL) versuchen, die Differenzen bei dem Konzept "Sicheres Stadionerlebnis" auszuräumen: Trotz des Pyrotechnikverbots hatten Anhänger mit dem Abbrennen von Bengalos bei den Spielen FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf - Hamburger SV gefährliche Situationen heraufbeschworen. Bei Ausschreitungen rund um das Drittligaspiel FC Rot-Weiß Erfurt gegen Hansa Rostock waren am Samstag 46 Menschen verletzt worden.

Anwesenheit der Justiz bei Risikospielen?

Derweil plädierte Hans-Joachim Watzke für die Anwesenheit der Justiz im Stadion. Bei Risikospielen wie dem Derby gegen Schalke 04 sollten ein Staatsanwalt und ein Richter dabei sein, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund während der Aktionärsversammlung. Randalierer könnten gleich eingesperrt werden. Dann komme der Betroffene in Erklärungsnot, wenn er morgens nicht zur Arbeit komme, statt wie üblich in seinem Umfeld aufzutreten, als wenn nichts geschehen wäre, erklärte Watzke.

DFL-Geschäftsführer Seifert will Sicherheitskonzept durchbringen

Fanvertreter beklagen zu wenig Mitspracherecht, die DFL verweist hingegen auf Gespräche mit Fan- und Sicherheitsbeauftragten sowie in der AG Fanbelange. Der erste Entwurf des Konzepts, der mittlerweile überarbeitet wurde, war bei einigen Vereinen auf heftigen Widerspruch gestoßen. Die DFL will das Papier unbedingt am 12. Dezember durchbringen.

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Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung, spricht von einer "ziemlich großen Kreuzung", auf die der Fußball im Kampf gegen die Gewalt zulaufe. Die falsche Abzweigung wäre, "wenn nichts beschlossen wird. Dann wird seitens der Politik und der Polizei der Druck wieder steigen", prophezeite der Spitzenfunktionär.

"Die Leute sind gegen das Konzept"

"Der Protest soll den Vereinen vor Augen führen, wie die Situation sein würde, wenn wir nicht da wären", sagte Philipp Markhardt, Sprecher der Fan-Initiative "12:12". "Wir wollen zeigen: Die Leute sind gegen das Konzept. Ob wir aber tatsächlich Erfolg haben, wird sich am 12. Dezember zeigen", so Markhardt weiter.

Demos in mehreren Stadien am 8. Dezember geplant

Die Fanorganisationen "Pro Fans" und "Unsere Kurve" hatten vergangene Woche erneut Kritik an dem Konzept geübt. Bei einem Treffen von ultra-nahen Gruppierungen von 47 Vereinen am Rande des offiziellen Fan-Treffens zum Thema "Gewalt im Fußball" am 1. November in Berlin wurden die zwölf Schweigeminuten beschlossen. "Wir gehen von einer flächendeckenden Aktion aus", sagte Philipp Markhardt, Sprecher von "12doppelpunkt12" und von "Pro Fans". Am 8. Dezember seien zudem Demonstrationen in verschiedenen Städten geplant.

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