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Fan-Protest gegen Sicherheitskonzept sorgt für gespenstische Stimmung

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Kehl: "Ein Nachteil für uns"

28.11.2012, 07:22 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Fan-Protest gegen Sicherheitskonzept sorgt für gespenstische Stimmung. Proteste wie hier in Frankfurt gab es zu Beginn des 14. Spieltages in allen Stadien. (Quelle: dpa)

Proteste wie hier in Frankfurt gab es zu Beginn des 14. Spieltages in allen Stadien. (Quelle: dpa)

Zwölf Minuten und zwölf Sekunden lang war es zu Beginn der 14. Spieltages in allen Stadien der 1. und 2. Bundesliga still. Die Fans schwiegen zunächst aus Protest gegen das geplante Sicherheitskonzept im deutschen Fußball und sorgten so für eine gespenstische Stimmung.

So war es auch zu Beginn des brisanten Rhein-Main-Derbys zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FSV Mainz 05 (1:3) totenstill. Nach dem Spiel fühlte sich Eintracht-Trainer Armin Veh an ein Jugendspiel erinnert, woraufhin sein Mainzer Kollege Thomas Tuchel ihm widersprach: "Bei einem Jugendspiel ist mehr Gekreische. Mich hat die Atmosphäre eher an ein Freibad erinnert."

Kehl: "Nachteil für uns"

Selbst in dem für seine Stimmung bekannten ausverkauften Dortmunder Stadion war es zu Beginn der Partie gegen Fortuna Düsseldorf (1:1) ungewohnt still. Die meisten Fans hielten sich an die Verabredung. Nur bei Torschüssen des BVB konnten sich einige Anhänger nicht zurückhalten - und ein Raunen ging durch die Arena. "Die ersten zwölf Minuten waren schon komisch", befand BVB-Kapitän Sebastian Kehl nach dem Spiel. "Wenn ein Spiel beginnt und die Fans feiern nicht, ist das eher ein Nachteil. Uns als Mannschaft ist es natürlich lieber, wenn die Fans ab der ersten Minute da sind."

Pünktlich zum Ablauf der Aktion entlud sich dann aber die Begeisterung der Fans für ihre Borussia wieder: "Vier, drei, zwei, eins", zählten die Zuschauer den Countdown herunter - und dann wurde es gewohnt laut und stimmungsvoll.

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Sprecher: "Alle Fans ziehen an einem Strang"

So wie in Dortmund lief es auch in den anderen Stadien. "Wir sind sehr zufrieden mit der ganzen Aktion. Das hat gezeigt, dass es kein Ultra-Ding ist, sondern sich die Fußballfans in Gänze nicht kriminalisieren lassen von Hardlinern", sagte Jan-Henrik Gruszecki, Sprecher der "12:12"-Kampagne. "Wir haben bewiesen, dass alle an einem Strang ziehen, es haben alle Fanklubs mitgezogen. Wir hoffen, dass das einige zum Nachdenken anregt, weil heute gingen die Spiele wirklich erst nach zwölf Minuten los."

Allerdings war die Unterstützung der Aktion unter dem Motto "12:12 - Ohne Stimme keine Stimmung" in den Bundesligaarenen nicht ganz so durchgehend wie noch zweieinhalb Stunden zuvor in Liga zwei. So schwieg zwar die Fankurve von Hannover 96 bei der Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth (2:0) - beim 1:0-Führungstreffer von Mame Diouf in der vierten Minute brandeten auf den Sitzplätzen allerdings Jubel und Gesänge auf.

Sicherheitskonzept soll im Dezember verabschiedet werden

Die Fan-Szene will an diesem und zwei weiteren Spieltagen der Bundesligen gegen das geplante Sicherheitskonzept protestieren. Dieses wollen die 36 Profiklubs bei ihrer Vollversammlung am 12. Dezember verabschieden. In dem Papier soll es unter anderem um eine Ausweitung von Stadionverboten, die mögliche Einbehaltung von TV-Geldern als Strafe für die Klubs sowie Ganzkörperkontrollen bei den Fans gehen.

In der Diskussion um mehr Sicherheit in den deutschen Stadien kündigte die Deutsche Fußball Liga (DFL) unterdessen an, dass im Laufe des Donnerstags im Internet die Anträge des Ligavorstandes für das Konzept veröffentlicht werden. Die Liga will damit für eine Versachlichung der Diskussion sorgen.

14. Spieltag

Borussia Dortmund

-

Fortuna Düsseldorf

1:1

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Hannover 96

-

SpVgg Greuther Fürth

2:0

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Hamburger SV

-

FC Schalke 04

3:1

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Eintracht Frankfurt

-

1. FSV Mainz 05

1:3

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Borussia Mönchengladbach

-

VfL Wolfsburg

2:0

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VfB Stuttgart

-

FC Augsburg

2:1

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SV Werder Bremen

-

Bayer Leverkusen

1:4

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SC Freiburg

-

FC Bayern München

0:2

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1. FC Nürnberg

-

TSG 1899 Hoffenheim

4:2

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