Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Kann Sebastian Vettel seinen WM-Titel wirklich noch verlieren?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Die Fakten zum angeblich illegalen Manöver von Vettel

29.11.2012, 13:06 Uhr | dpa, t-online.de

Kann Sebastian Vettel seinen WM-Titel wirklich noch verlieren?. Sebastian Vettel (li.) soll Jean-Eric Vergne (re.) illegal überholt haben. (Quelle: xpb)

Sebastian Vettel (li.) soll Jean-Eric Vergne (re.) illegal überholt haben. (Quelle: xpb)

Kann Sebastian Vettel wirklich seinen WM-Titel verlieren? Berichte, wonach der dreimalige Formel-1-Weltmeister beim letzten Saisonrennen in Brasilien bei Gelben Flaggen überholt habe, schlagen derzeit hohe Wellen. Ferrari hat den Internationalen Automobilverband FIA schriftlich aufgefordert, das Überholmanöver zu prüfen. Das teilte das italienische Team via Twitter mit.

"Wir sehen uns das Material an. Alles, was die Glaubwürdigkeit dieser Weltmeisterschaft gefährdet, muss untersucht werden", sagte ein Ferrari-Sprecher dem "Telegraph". Aber auch ohne einen Einspruch der Scuderia könnte die FIA Ermittlungen aufnehmen. Dass Vettel wirklich seinen WM-Titel nachträglich noch verliert, ist angesichts der Faktenlage jedoch sehr unwahrscheinlich.

Formel 1 - Videos 
In "Vettelheim" stehen die Fans Kopf

In der Heimat des Weltmeisters wird kräftig gefeiert. Video

Grüne und Gelbe Flaggen zur gleichen Zeit

Dem Red-Bull-Pilot wird vorgeworfen, beim Großen Preis von Brasilien Jean-Eric Vergne überholt zu haben, während Gelbe Flaggen geschwenkt wurden. In diesem Fall sind Überholmanöver nicht zugelassen. You-Tube-Videos belegen den vermeintlichen Verstoß Vettels. Auch das Warnlämpchen in Vettels Cockpit leuchtete auf.

In einer anderen Version der Szene sieht man allerdings gleichzeitig Streckenposten Grüne Flaggen (Strecke freigegeben) schwenken. Erst danach schert der Red-Bull-Pilot zum Überholen aus. Hiernach wäre alles legal abgelaufen.

Bestrafung ist unwahrscheinlich

Ein Widerspruch entsteht jedoch dadurch, dass die Warnleuchte in Vettels Cockpit erst nach dem Überholmanöver erlischt. Somit gab es also gleichzeitig zwei verschiedene Signale. Eine Bestrafung Vettels ist deshalb nicht zu erwarten. Laut "autosport.com" hat die FIA bestätigt, dass das Überholmanöver legal sei.

Zu geschilderten Widersprüchen beim Überholvorgang kommt die Information, dass der Vorfall auf Anfrage von Ferrari von den Rennkommissaren bereits während des Rennens untersucht worden sein soll. Eine Strafe für Vettel gab es nicht. Das berichtet "spiegel-online.de".

Fall könnte vors Berufungsgericht kommen

Normalerweise werden Verstöße gegen Gelbe Flaggen mit einer Durchfahrtsstrafe geahndet. Nachträglich - bislang aber immer noch am Renntag - werden für gewöhnlich 20-Sekunden-Strafen verhängt. Das würde im Fall von Vettel aber bedeuten, dass er hinter Michael Schumacher und Vergne auf den achten Rang rutschen würde. Damit wäre der Drei-Punkte-Vorsprung auf Alonso dahin und der Spanier mit einem Zähler Vorsprung Weltmeister.

Die Möglichkeit eines Protests besteht. Denn obwohl das Rennergebnis längst bestätigt ist, besteht eine Berufungsfrist bis zum 30. November. Wenn neue Fakten auftreten, ist eine neue Entscheidung der Rennkommissare möglich. Das besagt Artikel 179b des Internationalen Sportgesetzes.

Sollte es zu einem Protest kommen, müsste das Berufungsgericht der FIA entscheiden. Laut einem Bericht der BBC könnte der Verband als Regelhüter aber sogar schon ohne Protest Ermittlungen aufnehmen. Der Sender berief sich dabei auf einen Passus im Regelwerk, wenn neues Beweismaterial vorliegt. "Flaggen-Krimi um Vettel. Steht der WM-Titel zur Diskussion?", schrieb bereits die italienische "La Gazzetta dello Sport". "Von all den bemerkenswerten Neuheiten in der Formel 1 wäre dies etwas ganz Besonderes: Ein Gerichtsverfahren per Internet", urteilte bereits mit einigem Spott die Londoner "Times".

Ferrari hat noch bis Freitag Zeit

Die Aufregung kommt für Vettel zur Unzeit. Der jüngste Dreifach-Champion der Formel-1-Geschichte, der sich die ganze Saison über von Sticheleien und Psychospielchen durch Alonso und Ferrari nicht beirren ließ, steckt im Party-Marathon. Vettel will an diesem Samstag seine Feierrunden mit einem Showrun in Graz fortsetzen. Die Frist für einen Einspruch von Ferrari läuft an diesem Freitag ab.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
UMFRAGE
Wer ist der bessere Fahrer?
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal