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Ermittlungsverfahren gegen Totilas-Umfeld

06.12.2012, 13:39 Uhr | dpa

Ermittlungsverfahren gegen Totilas-Umfeld. Matthias Rath und Totilas im Dressur-Viereck.

Matthias Rath und Totilas im Dressur-Viereck. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Nach der Streichung aus sämtlichen deutschen Kadern mit seinem Millionen-Hengst Totilas muss sich Matthias Alexander Rath nun auch mit staatsanwaltlichen Ermittlungen auseinandersetzen.

Gegen den Dressurreiter, dessen Vater und Trainer Klaus-Martin Rath sowie die Totilas-Besitzer Paul Schockemöhle und Ann Kathrin Linsenhoff hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main ein Verfahren wegen des Verdachts der Tierquälerei eingeleitet.

Entsprechende Medienberichte bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Doris Möller-Scheu. "Wir stehen erst am Anfang", sagte sie. Ob tatsächlich am Ende des Ermittlungsverfahrens Anklage erhoben wird, steht aber noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft hat erst einmal einen Gutachter hinzugezogen, um die Vorwürfe zu prüfen.

Auslöser des Verfahrens ist eine Strafanzeige der Tierschutzorganisation Peta aus dem Oktober. Peta wirft den Totilas-Verantwortlichen vor, den zwölf Jahre alten Hengst mit der umstrittenen Rollkur zu trainieren und nicht artgerecht zu halten.

Auch wenn es zu keinem Strafverfahren kommen sollte, ist die Angelegenheit unerfreulich für das Totilas-Umfeld. Seit der einst als Wunderpferd gepriesene Zuchthengst 2010 von Schockemöhle für zehn Millionen Euro gekauft und Rath zur Verfügung gestellt wurde, haben sich viele Erwartungen und Hoffnungen nicht erfüllt.

Am Dienstag waren Totilas und Rath wegen fehlender Perspektive vom Dressurausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) vorerst aus dem Championats- und allen anderen Kadern gestrichen worden. Schon seit über einem halben Jahr haben Totilas und Rath keinen Wettkampf mehr bestritten. Zuletzt zeigten sie sich bei den deutschen Meisterschaften Anfang Juni.

Danach erkrankte der 28-Jährige aus Kronberg im Taunus am Pfeiffer'schen Drüsenfieber, verpasste das CHIO in Aachen und die Olympischen Spiele in London. Erst seit Anfang Oktober kann er wieder trainieren, unter anderem bei dem wegen seiner Methoden umstrittenen Niederländer Sjef Janssen. Wann Totilas ins Dressurviereck zurückkehrt ist derzeit offen.

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