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FC Bayern München: Superstars zwischen Lust und Frust

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Bayerns Superstars zwischen Lust und Frust

18.12.2012, 14:23 Uhr | sid

Die Entwicklung der beiden Münchner Superstars Franck Ribery und Arjen Robben verlief in dieser Saison bisher völlig unterschiedlich. Während der Franzose einer der Gewinner der Hinrunde war, verliefen für den Niederländer die vergangenen Monate wieder einmal frustrierend.

Der FC Bayern sei 'nicht der FC Robben oder der FC Ribery', hatte Franck Ribery vor der Saison angemerkt: 'Wenn wir was gewinnen wollen, dann geht das zusammen oder gar nicht.' Doch das mit dem gemeinsamen Gewinnen hat sich wohl nicht nur der Franzose etwas anders vorgestellt. Während Ribery eine starke Hinrunde hinlegte und maßgeblichen Anteil an der souveränen Herbstmeisterschaft des deutschen Fußball-Rekordmeisters aus München hatte, befand sich Robben wieder einmal vorwiegend im Krankenstand.

Auch in den letzten Wochen vor der Winterpause fiel der 28 Jahre alte Niederländer wegen eines Muskelfaserrisses erneut länger aus. Nur neun von 25 Pflichtspielen konnte Robben bis zum DFB-Pokal-Achtelfinale am Dienstagabend beim FC Augsburg in der Vorrunde absolvieren.

Es sei 'unglaublich, ein großer Witz', sagte der Mittelfeldspieler zuletzt. Vier, fünf Wochen Pause seien 'der Horror. Dann bist du genervt. Dann kommst du aus dem Rhythmus. Man will den Ball spüren. Doch es geht nicht. Das ist frustrierend.'

Robben kennt solche Situationen in seiner Karriere zur Genüge. Er habe schon 'die ganze Palette an Verletzungen gehabt, bis zur Decke'. Die Süddeutsche Zeitung nannte ihn angesichts seiner Anfälligkeit deshalb unlängst den 'Dribbler aus Kristall'. Doch Rücktrittsgedanken, die ihm nach einem Interview vor wenigen Wochen nachgesagt worden waren, habe er keineswegs. Vielmehr wolle er mit dem FC Bayern, bei dem er seit 2009 spielt, noch viel erreichen. Bis 2015 läuft sein Vertrag noch.

Doch zunächst gilt für Robben einmal mehr, fit zu werden. Wenn der FC Bayern am 2. Januar im Trainingslager in Katar ins neue Jahr startet, will auch der 28-Jährige wieder angreifen - zusammen mit Ribery.

Der 29 Jahre alte Franzose nahm in den vergangenen Monaten eine komplett andere Entwicklung als Robben und entwickelte sich mehr und mehr zum Führungsspieler der Bayern. 'Er hat Hunger auf Erfolg, er will etwas gewinnen in diesem Jahr', lobte Trainer Jupp Heynckes den Super-Dribbler und ergänzte mit väterlichem Stolz: 'Franck hat gelernt nach hinten zu arbeiten.' Dies sei 'das Schönste', ergänzte auch Bastian Schweinsteiger.

Selbst Chefkritiker Franz Beckenbauer würdigte zuletzt die Leistungen von Ribery: 'Er geht in jedem Spiel bis ans Maximum. Seine Spielweise, seine Leichtfüßigkeit, in jedem Zweikampf kriegt er eine mit. Und trotzdem setzt er sich durch. Was das Kraft kostet, ist unglaublich.'

Da wundert es auch nicht, dass sich Ribery im Gegensatz zu Robben derzeit pudelwohl fühlt. Dies veranlasste den kleinen Franzosen zuletzt auch dazu, ein klares (Liebes-)Bekenntnis zum FC Bayern abzugeben. Sein Vertrag laufe noch bis 2015 - 'und ich will hier nicht mehr weg. Ich wurde noch nirgendwo so sehr geliebt!'

Sogar als er schlecht gespielt habe, 'als ich auch private Probleme hatte, haben die Fans nie gegen mich gepfiffen. Nie! Und wenn sie meinen Namen rufen, dieses Ribery-Ribery-Ribery - das ist ein so schönes Gefühl, dass mir die Worte dafür fehlen. Meine Frau findet das genauso bewegend. Dafür spiele ich.'

Auch das unterscheidet die beiden Münchner Superstars. Während Ribery der absolute Publikumsliebling in München ist, wird dem Niederländer allenfalls Respekt von den Fans entgegengebracht. Dass es in der vergangenen Saison sogar Pfiffe gegen ihn gegeben hatte, wirkte lange nach. Dies sei inzwischen aber abgehakt, genauso wie der Streit mit Ribery: 'Ich fühle mich wohl in München. Wir gehen weiter zusammen unseren Weg.' Zusammen?

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