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Wettskandal: Ante Sapina bekommt neuen Prozess

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Wettskandal-Prozess gegen Ante Sapina muss neu aufgerollt werden

20.12.2012, 12:11 Uhr | sid

Der wichtigste Prozess im größten Manipulationsskandal der europäischen Fußball-Geschichte muss neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe erklärte die Urteile gegen den Wettpaten Ante Sapina sowie dessen Komplizen Marijo C. für nicht rechtskräftig.

Die Strafsache muss erneut in einem Landgericht verhandelt werden - eine deutliche Strafminderung ist aber wohl nicht zu erwarten.

Der vierte Senat des BGH bemängelte am Urteil des Landgerichts Bochum vom 19. Mai 2011, welches für Sapina und C. eine Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren vorsah, sowohl Punkte zu Gunsten als auch zu Ungunsten der Angeklagten. So hätte sich im Falle Sapinas dessen Geständnis nicht ausreichend auf eine Strafmilderung ausgewirkt. Jedoch sei in mehreren Fällen nur von einem versuchten Betrug ausgegangen, nicht von einem vollendeten. Zudem sei ein möglicher bandenmäßiger Betrug nicht ausreichend geklärt worden.

'Ich vermute, dass der Urteilsspruch so ähnlich ausfallen wird, wie der erste', sagte Oberstaatsanwalt Peter Ernst am Donnerstag: 'Das war zu erwarten. Es gab Fehler zu Gunsten und zu Ungunsten der Angeklagten, sodass das Landgericht nochmal ran muss. Es geht ja nur noch um ergänzende Feststellungen.'

Das Landgericht soll in der Verhandlung auch die Höhe des Schadens beziffern - was sich aufgrund der Gegebenheiten an den betroffenen asiatischen Wettmärkten allerdings als schwierig herausstellen könnte. 'Ich möchte nicht am Landgericht tätig sein, um das aufzudröseln', sagte Ernst: 'Da braucht man wirtschaftlichen und fußballerischen Sachverstand.'

Sapina und C. hatten gestanden, Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre bestochen zu haben. 51 Spiele, darunter auch Begegnungen in der Champions League und der WM-Qualifikation, sollen manipuliert worden sein. Im Anschluss an das Bochumer Urteil waren sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft in Revision gegangen. Sapina und C. befinden sich momentan 'auf freiem Fuß' - von einer Fluchtgefahr wird nicht ausgegangen.

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