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Luca di Montezemolo: "Wenn Alonso zurücktritt, will ich Vettel"

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Ferrari-Boss wirft ein Auge auf Vettel

20.12.2012, 16:54 Uhr | sid, dpa

Luca di Montezemolo: "Wenn Alonso zurücktritt, will ich Vettel". Luca di Montezemolo sagt viel Gutes über Sebastian Vettel. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Luca di Montezemolo sagt viel Gutes über Sebastian Vettel. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo wirbt um Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. "Wenn Fernando Alonso aus irgendeinem Grund morgen zurücktritt, zum Beispiel, weil er sich mit seiner Freundin nach Hawaii zurückzieht, dann will ich Vettel", sagte di Montezemolo beim traditionellen Jahresabschluss des italienischen Rennstalls am Firmensitz in Maranello.

Ein Fahrer-Duo Vettel/Alonso schloss der 65-Jährige jedoch aus. "Das wird schwierig", sagte di Montezemolo. Vettel hat allerdings erst am 28. November seinen Vertrag bei Red Bull vorzeitig um zwei Jahre bis 2016 verlängert.

Schumacher hat di Montezemolo Vettel empfohlen

Zwei Top-Piloten könne Ferrari keine Top-Bedingungen bieten. "Wenn du den besten Fahrer der Welt hast, musst du ihm optimale Bedingungen bieten." Ein Teamkollege Vettel wäre für Alonso eine Provokation. Es würde vermutlich genauso schiefgehen wie die Paarung Alonso und Hamilton bei McLaren. Vettel sei "für die Zukunft ein potenzieller Ferrari-Fahrer", sagte er.

Montezemolo lobte Vettel in höchsten Tönen. "Er ist jung, er steht mit beiden Beinen auf dem Boden und er hat einen unbändigen Siegeswillen", so der Ferrari-Chef. "Schumacher hat mich schon vor vier Jahren auf ihn aufmerksam gemacht, weil er Vettel aus der Kartzeit kennt. Ich muss sagen, Michael hatte Recht."

"Alonso kann eine Kampfmaschine sein"

Dabei betont Montezemolo gleichzeitig auch die Stärken seiner aktuellen Nummer eins Fernando Alonso, der sich in dieser Saison nur knapp im letzten Rennen Vettel beugen musste. "Ich bin unheimlich happy mit ihm. Er ist mehr als nur ein Fahrer. Er ist eine Schlüsselfigur, weil er sich so unglaublich in die Teamarbeit mit einbringt."

Der 65-jährige Ferrari-Chef vergleicht den Vize-Weltmeister mit Niki Lauda und Michael Schumacher. "Fernando hat von beiden etwas. Von Lauda die Rennintelligenz und das Teamwork. Er weiß genau, wann er langsam und wann schnell fahren muss. Und er ist unheimlich produktiv in der Arbeit mit den Ingenieuren. Aber wie Schumacher kann Alonso auch eine Kampfmaschine sein. Wenn es von ihm verlangt wird, fährt er das ganze Rennen absolut voll."

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