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Sebastian Vettels verrückte Achterbahnfahrt zum Titel Hattrick

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Vettels verrückte Achterbahnfahrt zum Titel-Hattrick

21.12.2012, 09:45 Uhr | t-online.de

Sebastian Vettels verrückte Achterbahnfahrt zum Titel Hattrick. Sebastian Vettel feierte 2012 seinen dritten Titelgewinn in der Formel 1. (Quelle: imago/HochZwei)

Sebastian Vettel feierte 2012 seinen dritten Titelgewinn in der Formel 1. (Quelle: HochZwei/imago)

Pannen, Strafen und ein eine fast schon verloren geglaubte Saison: Sebastian Vettel erlebte in diesem Formel-1-Jahr eine Achterbahn der Gefühle. Erst beim an Dramatik kaum zu überbietenden Saisonfinale in Brasilien konnte sich der Heppenheimer zum dritten Mal in Folge zum Weltmeister krönen.

"Es ist unglaublich, nach alldem, was in der Saison passiert ist. Man kann das Glück doch erzwingen", jubelte der Heppenheimer nach dem Krimi von Sao Paulo - und brachte das verrückte Formel-1-Jahr 2012 in einem Satz auf den Punkt.

Diffusor-Verbot und "Gurke" Karthikeyan

Der entscheidende Faktor  im WM-Kampf mit seinem Dauerrivalen Fernando Alonso war, dass Vettel nie aufgehört hatte, um den Titel zu kämpfen - und er musste hart kämpfen. Schon vor der Saison war klar, dass der 25-Jährige die Königsklasse wohl nicht mehr so dominieren würde, wie bei seinem zweiten Titelgewinn. Es gab ein paar Regeländerungen. Die Gravierendste aus Sicht des Hessen war das Verbot des angeblasenen Diffusors - ein aerodynamischer Kniff mit den Auspuff-Abgasen, von dem Red Bull 2011 am meisten profitiert hatte.

Auch wenn Vettel das politisch umstrittene dritte Rennen in Bahrain gewinnen konnte - der Saisonstart verlief holprig. In Malaysia kollidierte er mit HRT-Pilot Narain Karthikeyan und bezeichnete den Inder später als "Gurke". Beim prestigeträchtigen Glamour-Grand-Prix in Monaco schaffte es Vettel, der sonst immer gewohnt war, von der Spitze aus das Rennen zu diktieren, nicht einmal aufs Podest.

Lichtmaschine bremst Vettel aus

Allmählich wurde dem Heppenheimer bewusst, dass ihm eine ganz schwierige Saison bevorstehen würde. In Kanada zeigte Vettel erstmals Nerven. Nach einem Rempler im Training wurde er verwarnt, im Rennen verzockte er sich im Reifenpoker und musste sich mit Platz vier zufrieden geben. In Valencia raste er dann in alter Stärke dem Sieg entgegen, bis ihn ein Defekt an der Lichtmaschine ausbremste. Während der Red-Bull Pilot wütend seine Rennhandschuhe in die Ecke feuerte ("Es ist Scheiße gelaufen") , freute sich Alonso diebisch über den geschenkten Sieg.

Ausgerechnet bei Vettels Heimrennen auf dem Hockenheimring triumphierte der Ferrari-Fahrer erneut.  Vettel hingegen kassierte eine Durchgangsstrafe wegen eines nicht erlaubten Überholmanövers und wurde von Rang zwei auf fünf strafversetzt. Zur Saison-Halbzeit lag der Deutsche bereits 44 Punkte hinter Alonso. Die meisten Experten waren sich einig, dass Vettel seine Titelverteidigung abhaken kann.

Wende in Singapur: "Du bist zurück im WM-Rennen"

Beim 13. Rennen in Monza ereilte Vettel der nächste Tiefschlag. Wieder streikte die Lichtmaschine, wieder null Punkte für den Titelverteidiger. Die Wende folgte aber beim Nachtrennen in Singapur, bei dem Vettel seinen zweiten Saisonerfolg feierte. "Du bist zurück in der WM", rief Red-Bull-Teamchef Christian Horner seinem Schützling via Boxenfunk zu. Drei weitere Siege folgten – und plötzlich führte der Red-Bull-Pilot wieder in der WM-Wertung.

Sein Meisterstück lieferte Vettel dann beim drittletzten Rennen in Abu Dhabi ab. Nach einer Tankpanne im Qualifying musste er aus der Boxengasse starten. Mit einem Husarenritt pflügte er durch das Feld und überquerte am Ende noch als Dritter die Ziellinie. "Da sieht man, wie schnell sich die Dinge ändern", sagte er anschließend, quasi als Leitsatz für die Saison.

Fahrerische Glanzleistung beim Showdown in Brasilien

Beim Premieren-Rennen in  Austin (USA) wehrte Alonso den ersten Matchball Vettels ab. Die WM musste sich also im letzten Rennen entscheiden. Und was die beiden Protagonisten beim Showdown in Sao Paulo ablieferten, hatte die Formel 1 selten erlebt: Gleich nach dem Start wurde Vettel in einen Unfall verwickelt und fiel auf den letzten Platz zurück. Der Red-Bull-Fahrer nahm sofort die Verfolgung auf - doch es regnete, die Bedingungen waren unkalkulierbar. Ein Fehler, und die WM wäre verloren gewesen.

Vettel blieb aber cool und arbeitete sich mit einer fahrerischen Glanzleistung Stück für Stück nach vorne. Am Ende kam er als Sechster ins Ziel, Alonso als Zweiter. Für die WM-Wertung bedeutete dies: Vettel krönte sich mit der Winzigkeit von drei Pünktchen Vorsprung zum dritten Mal in Folge zum Weltmeister. Während Alonso mit Tränen in den Augen im Regen stand, jubelte Vettel über seinen WM-Sieg. Über die anschließende Video-Posse - Vettel soll im Saisonfinale bei gelber Flagge überholt haben - konnte der Champion dann nur lachen.

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