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Madrid, Tokio und Istanbul wollen Olympia 2020

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Madrid, Tokio und Istanbul wollen Olympia 2020

07.01.2013, 17:42 Uhr | dpa

Madrid, Tokio und Istanbul wollen Olympia 2020. Masato Mizuno präsentieret die Olympia-Bewerbung Tokios.

Masato Mizuno präsentieret die Olympia-Bewerbung Tokios. (Quelle: dpa)

Lausanne (dpa) - Die verbliebenen Kandidaten Madrid, Tokio und Istanbul sind im Rennen um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2020 auf die Zielgerade eingebogen.

Delegationen der drei Bewerberstädte reichten beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne ihre endgültigen Bewerbungsunterlagen ein. Einen klaren Favoriten gibt es acht Monate vor der Vergabe der Spiele auf der IOC-Vollversammlung am 7. September in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires noch nicht.

In Lausanne herrschten optimistische Töne vor. "Nun kann uns nichts mehr stoppen", sagte sogar der türkische Bewerbungschef Hasan Arat nach der Präsentation der Istanbuler Pläne. "Wäre die ganze Welt nur ein Land, wäre Istanbul die Hauptstadt", meinte Bürgermeister Kadir Topbas. Die 13,5-Millionen-Einwohner-Stadt bewirbt sich bereits zum fünften Mal.

Die Chancen Istanbuls waren zunächst mit dem Vorhaben, auch die Fußball-EM 2020 in der Türkei auszurichten, stark gesunken. Das IOC hatte gewarnt, das Land könne in einem Sommer nicht zwei Großereignisse organisieren. Doch mit der Entscheidung der Europäischen Fußball-Union (UEFA), die EM 2020 in mehreren Ländern stattfinden zu lassen, war Istanbul wieder im Rennen.

Auf der Kandidatur Madrids, das dreimal mit Bewerbungen scheiterte, darunter 2012 und 2016, lastet die Wirtschaftskrise in Spanien. Das Finanzielle werde aber kein Problem darstellen, versicherte das spanische IOC-Mitglied Juan Antonio Samaranch. Mit einem vorgesehenen Gesamt-Etat von 1,5 Milliarden Euro wolle man kostengünstige Spiele organisieren. "Spanien würde in den nächsten sieben Jahren eine finanzielle Anstrengung in Höhe von 100 bis 150 Millionen jährlich machen müssen. Da stört auch keine Krise", beteuerte Samaranch.

Tokio organisierte die Sommerspiele 1964 und scheiterte bei seiner Bewerbung für 2016 als Drittplatzierter der Abstimmung. In Lausanne war bei der Präsentation der Bewerbungspläne unter anderem auch Homare Sawa, Star des Fußball-Weltmeisterinnen von 2011, mit dabei.

Die endgültigen Bewerbungsprojekte der drei Kandidaten sollen am Dienstag in den jeweiligen Kandidatenstädten publik gemacht werden. Die Evaluierungskommission des IOC wird unter dem Vorsitz des Schotten Sir Craig Reedie die drei Städte dann im März besuchen.

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