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Beckham zu PSG: Weltstar zieht von Hollywood auf die Champs-Elysees

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David Beckham zieht von Hollywood auf die Champs-Elysees

01.02.2013, 12:05 Uhr | sid

Beckham zu PSG: Weltstar zieht von Hollywood auf die Champs-Elysees. David Beckham kehrt LA Galaxy den Rücken. Nun geht er nach Paris. (Quelle: dpa)

David Beckham kehrt LA Galaxy den Rücken. Nun geht er nach Paris. (Quelle: dpa)

Als David Beckham sich in Paris die Ehre gab, drängelten vier Leibwächter von Wandschrankformat eine Gasse in die wartenden Meute. Nun wird die Stil-Ikone nach ihrem Abschied aus Hollywood die perfekte Marketingfigur im millionenschweren Spiel der Scheichs bei Paris Saint-Germain. Das Blitzlichtgewitter im Prinzenpark war bereits oscarwürdig - es fehlte lediglich der rote Teppich für David Beckham.

Beckham, 37 Jahre alter Ex-Kapitän der englischen Nationalmannschaft, hat seinen sportlichen Zenit längst überschritten. Wegen seiner weltweiten Strahlkraft weit über den Fußball hinaus bekommt er für die kommenden fünf Monate dennoch ein Engagement in Europa - diesmal bei PSG, das mit Millionen und Abermillionen aus Katar den europäischen Fußball aufmischt. Sein Gehalt aber wird er diesmal einer karitativen Organisation für Kinder zukommen lassen. 'Ich bin stolz, das machen zu können. Wir haben eine Vereinbarung getroffen, die es so noch nie gegeben hat', sagte Beckham.

Für Paris ließ Beckham viele Offerten sausen. 'Ich habe sehr viele Angebote bekommen, mehr als jemals zuvor. Aber ich habe Paris gewählt, weil es mich beeindruckt, was hier gerade entsteht. Es ist eine tolle Stadt und ein großartiger Klub, der in den nächsten Jahre viele Erfolge feiern wird', sagte Beckham, der bereits vor seiner offiziellen Präsentation am Flughafen von Dutzenden Journalisten empfangen worden war. Mit einer schwarzen Limousine fuhr er ins Krankenhaus 'Hopital de la Salpetriere', wo er den obligatorischen Medizincheck bestand. Krankenschwestern und Patienten applaudierten.

Im Presseraum drängelten sich anschließend die Experten, um über den neuesten PR-Coup zu berichten. Sie wurden nicht enttäuscht: Immer wieder ließ der Weltstar sein charmantestes Lächeln aufblitzen und versprach, seine Französisch-Kenntnisse bald aufzufrischen. Auch an Selbstironie mangelte es 'Becks' nicht: 'An meiner Schnelligkeit habe ich nichts verloren, denn besonders schnell war ich nie.'

Der Verein ließ keinerlei Zweifel an den Beweggründen des Transfercoups. 'Wir wollen unseren Traum wahrmachen und einer der besten Klubs Europas werden. Wir wissen, dass David ein sehr professioneller Spieler auf und neben dem Platz ist', sagte Klub-Boss Nasser Al-Khelaifi.

'Ich bin auf dem Weg nach Paris und aufgeregt. Ich werde Euch alle später informieren', hatte der Superstar bereits vor der Ankunft seinen 24 Millionen Facebook-Fans geschrieben. Seine Ehefrau Victoria wird er sehr glücklich machen: Die glamouröse Gattin, die mit den drei Söhnen und der Tochter allerdings in London bleibt, kann demnächst auf den Champs-Elysees einkaufen gehen.

PSG-Trainer Carlos Ancelotti und Sportdirektor Leonardo sind für Beckham alte Bekannte. Der Italiener Ancelotti und der Brasilianer Leonardo waren seine Trainer beim AC Mailand, als der Mittelfeldspieler 2009 und 2010 in der spielfreien Zeit der amerikanischen Profiliga MLS an den italienischen Traditionsverein ausgeliehen war. 'Er ist mehr als nur ein Spieler. Er ist eine Marke, er ist ein Popstar', sagte Leonardo schon damals.

Genau darum dürfte es nun auch Paris gehen, denn einen sportlichen Wert hat der Transfer kaum noch. Scheich Saoud Bin Abdulrahman von Qatar Sports Investment hat schon reichlich in den französischen Hauptstadtklub investiert: Vor Saisonbeginn hatte der Klub sich die Doppelverpflichtung von Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva 65 Millionen Euro kosten lassen. Auch Javier Pastore, Ezequiel Lavezzi und jüngst Lucas Moura folgten dem Lockruf des Geldes. Insgesamt investierten die Besitzer rund 250 Millionen Euro Spieler - nur an Ablösesummen.

Beckham war seit Ende Dezember vereinslos, nachdem er seinen Vertrag bei Los Angeles Galaxy nach sechs Spielzeiten, zwei Titeln, drei Finalteilnahmen, 115 Spielen, 18 Toren und 48 Vorlagen nicht verlängert hatte.

In Paris wird er für weiteren Glamour sorgen, denn der sportliche Erfolg stellte sich auch ohne ihn ein. Nach 22 Spieltagen führt PSG die Tabelle punktgleich vor Olympique Lyon (beide 45) an. Ungeachtet dessen sind weitere Coups geplant. Real-Superstar Cristiano Ronaldo und Madrids Trainer Jose Mourinho sollen laut Berichten französischer Medien im Paket verpflichtet werden.

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