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Ermittler: Wettbetrug für Banden immer interessanter

04.02.2013, 16:22 Uhr | dpa

Ermittler: Wettbetrug für Banden immer interessanter. Friedhelm Althans warnt vor zunehmender Spielmanipulation.

Friedhelm Althans warnt vor zunehmender Spielmanipulation. (Quelle: dpa)

Den Haag (dpa) - Wettbetrug wird nach Ansicht des Bochumer Hauptkommissars Friedhelm Althans immer interessanter für international agierende Banden. Daher rechnet er damit, dass Manipulationen im internationalen Profi-Fußball zunehmen werden.

"Das Problem mit dem internationalen Wettbetrug wird immer größer", sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Den Haag. "Internationale Verbrecherbanden wenden sich vom Drogenhandel ab und steigen auf Wettbetrug um", meinte er weiter. Der Grund sei simpel: "Es gibt hohen Profit bei geringem Risiko."

Auf einer Pressekonferenz in Den Haag hatte zuvor die europäische Polizeibehörde Europol mitgeteilt, dass insgesamt rund 700 Spiele im Verdacht stünden, manipuliert worden zu sein. Europaweit wurden mehr als 380 Partien von 2008 bis 2011 ermittelt, die in den meisten betroffenen Ländern schon bekannt waren. Dazu kämen rund 300 neue Spiele, meist in Asien, Zentral- und Südamerika sowie Afrika. Aber auch Spanien, Großbritannien und die Niederlande seien betroffen.

Die Ermittlungen seien äußerst schwierig, meinte Althans, der dem internationalen Ermittlungsteam von Europol zu den Spielmanipulationen im Fußball angehört. "Die Köpfe sitzen in Asien", sagte er. In 150 der rund 300 neuen verdächtigen Spiele kämen die Drahtzieher aus Singapur. Sie hätten ausgezeichnete Kontakte zu Banden in Europa. Pro manipuliertem Spiel sind bis zu 50 Mittelsmänner in über zehn Ländern involviert. Es wurden bis zu 100 000 Euro Bestechungsgelder pro Partie bezahlt.

Europol konnte 425 Tatverdächtige ermitteln, darunter Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre. Doch selten komme man an die Hintermänner, sagte Althans. "Die Spieler oder Schiedsrichter, die bestochen werden, sind eigentlich nur die letzten kleinen Helfer."

Die gut 18 Monate dauernden Ermittlungen des Europol-Teams ergaben, dass die Banden mit "ausgefeilter Technologie" arbeiteten, sagt der Bochumer Kommissar. "Die Täter fassen wir nur über Undercover-Aktionen.". Ein weiteres Problem seien die unterschiedlichen Rechtssysteme. "Wettbetrug muss dringend international als organisiertes Verbrechen anerkannt werden."

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