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Theo Zwanziger weist Pieth-Vorwürfe zurück

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Zwanziger: Garcia muss langsam zu Potte kommen

06.02.2013, 17:29 Uhr | dpa

Theo Zwanziger weist Pieth-Vorwürfe zurück. Theo Zwanziger wehrt sich gegen die Vorwürfe und verteidigt den DFB.

Theo Zwanziger wehrt sich gegen die Vorwürfe und verteidigt den DFB. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Mark Pieth beschuldigt Spitzenfunktionäre, die Erneuerung in der FIFA massiv zu behindern. Auch die UEFA und der DFB werden von dem Schweizer attackiert.

Theo Zwanziger, als Reform-Beauftragter von FIFA-Präsident Joseph Blatter aktiv, weist die Anschuldigungen im dpa-Interview zurück.

Der Vorsitzende der FIFA-Kommission für Good Governance, Mark Pieth, warnt mit markigen Worten vor einem Scheitern der von Ihnen unterstützten FIFA-Reformen. Hat er dazu Anlass?

"Wir müssen sehen, was schon alles erreicht wurde und ich muss klar sagen: 'Das Glas ist halb voll und es kann nicht mehr ausgeschüttet werden'. Es gibt sicher noch Details zu klären bei den Fragen der Amtszeitbeschränkung und der Integritätsprüfung von FIFA-Funktionären. Aber ich halte die Anschuldigungen in der Form nicht für gerechtfertigt. Es ist schon viel geleistet worden und man muss auch klar sagen, dass wir ohne den Einfluss von FIFA-Präsident Joseph Blatter nicht so weit wären."

Auch die UEFA und der Deutsche Fußball-Bund werden von Pieth kritisiert, sie würden die Reformbestrebung in fahrlässiger Weise bremsen.

"Der DFB und sein Präsident Wolfgang Niersbach haben bei der Präsentation der Reformen bei der UEFA eine sehr gute Rolle gespielt. Das muss ich ausdrücklich sagen. Die Vorwürfe von Professor Pieth sind für mich unverständlich. Das sind Entscheidungen in demokratischen Prozessen. Die muss man auch akzeptieren."

Aber was motiviert Herrn Pieth aus Ihrer Sicht zu seinem radikalen Vorstoß?

"Er steht einer Kommission vor, aus der heraus eventuell auch ein gewisser Druck entsteht. In dieser Kommission sind viele respektable Persönlichkeiten, die ihn vielleicht auch ein wenig drängen."

Stimmen Sie denn manchen seiner Forderungen auch zu?

"Es ist richtig, dass FIFA-Chefermittler Michael Garcia langsam zu Potte kommen muss. Bei den Untersuchungen zur ISL-Affäre und auch zur WM-Vergabe 2022 an Katar. Er muss langsam liefern, denn es stehen Anschuldigungen gegen Personen im Raum und die Öffentlichkeit will Antworten haben."

Wäre es möglich, dass schon beim FIFA-Kongress im Mai in Mauritius neu über die WM abgestimmt wird?

"Das ist überhaupt nicht das Thema. Diese Frage stellt sich nicht. Erst einmal muss Herr Garcia seinen Bericht präsentieren. Dann stellt sich die Frage, ob andere Bewerber benachteiligt wurden. Alles andere ist pure Spekulation."

Kann Herr Pieth denn in dieser Funktion nach diesen Aussagen über sein im Mai endendes Mandat hinaus für die FIFA-Kommission arbeiten.

"Ich würde mir das wünschen."

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