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Empörung über drohendes Olympia-Aus für Ringen

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Empörung über drohendes Olympia-Aus für Ringen

13.02.2013, 11:39 Uhr | dpa

Empörung über drohendes Olympia-Aus für Ringen. Wilfried Dietrich, der "Kran von Schifferstadt", wirft in München Chris Taylor zu Boden.

Wilfried Dietrich, der "Kran von Schifferstadt", wirft in München Chris Taylor zu Boden. (Quelle: dpa)

Lausanne (dpa) - Mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Wut hat die Ringerszene auf das angekündigte Olympia-Aus reagiert.

"Ich bin kein Fan von Verschwörungstheorien, aber mir scheint, dass die wahren Gründe für diese Entscheidung offensichtlich sind", erklärte Russlands Ringer-Legende Alexander Karelin. Der dreimalige Olympiasieger vermutet die Überlegenheit Russlands und der ehemaligen Sowjetunion, die bisher 77 olympische Goldmedaillen im Ringen gesammelt haben, sei ausschlaggebend gewesen.

Russland sieht noch Chancen für einen Erhalt der Disziplin. Sportminister Witali Mutko forderte in Moskau eine Erklärung des IOC. Die Entscheidung der IOC-Exekutive sei "unverständlich". Er hoffe, dass am Ende die "Vernunft" siege und Ringen den Status behalte.

Als "absurd" kritisierte der Präsident der Kampfsport-Vereinigung Russlands FSBR, Michail Mamiaschwili, die Pläne. Moskauer Sportfunktionäre meinten, dass es Chancen gebe, bei der IOC-Vollversammlung im September in Buenos Aires ein Ende der olympischen Disziplin zu verhindern.

"Für Russland war Ringen eine der wichtigsten Quellen seines sportlichen Nationalstolzes seit Sowjetzeiten", schrieb die Zeitung "Kommersant". Zuletzt sei Russland bei den Olympischen Sommerspielen in London voriges Jahr beste Mannschaft geworden. Unter den elf Medaillen hätten die Russen viermal Gold geholt.

Auch andere Ex-Sowjetrepubliken wie Aserbaidschan, Georgien und Kasachstan fürchten um den Status. Vor einen "historischen Fehler" warnte der aserbaidschanische Olympiasieger Farid Mansurow in dem Internetportal azerisport.com. Der Iran will gegen das drohende Olympia-Aus Protest einlegen.

Auch das Präsidium des internationalen Verbandes (FILA) will sich wehren und eine globale Strategie ausarbeiten, die bis zur Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) greifen soll. Die IOC-Session kann im September in Buenos Aires die Entscheidung der Exekutive revidieren.

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