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Hintergrund: Das dauerhafte Ringen um Attraktivität

13.02.2013, 15:45 Uhr | dpa

Hintergrund: Das dauerhafte Ringen um Attraktivität. Zwei Ringer kämpfen im griechisch-römischen Stil miteinander.

Zwei Ringer kämpfen im griechisch-römischen Stil miteinander. (Quelle: dpa)

Leipzig (dpa) - Das dauerhafte Ringen um Attraktivität in der Kampfsportart ist ein Endlos-Thema. Seit der Jahrtausendwende gab es immer wieder heftige Diskussionen vor allem im griechisch-römischen Stil.

Schon nach den Olympischen Spielen 2004 in Athen stand Ringen im Fokus des IOC. Damals reagierte der Weltverband FILA mit drastischen Regeländerungen. "Es wurde versucht, dem griechisch-römischen Stil ein anderes Regelwerk zu geben. Dadurch sollte eine stärkere Trennung und Erkennbarkeit der Stilarten erreicht werden. Zudem sollte Ringen grundsätzlich attraktiver dargestellt werden", sagte der Generalsekretär des Deutschen Ringer-Bundes (DRB), Karl-Martin Dittmann, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

Die letzten großen Regeländerungen stammen aus dem Jahr 2005, als man den Bodenkampf besonderes Gewicht verlieh. Vor den Augen von IOC-Präsident Jacques Rogge bei der WM in Budapest durfte der Obermann erstmals zum Wurf (Ausheber) fassen. Das ist wie ein Elfmeter im Fußball - hieß es damals. Die Maßnahme verfehlte ihre Wirkung nicht - die Verteidiger flogen oftmals im hohen Bogen über die Matte. Doch das Blatt wendete sich wieder: die Verteidiger stellten sich immer besser auf die Fassarten und Angriffe der Obermänner ein. So ist es heute keine Seltenheit, wenn ein Sportler bei der Wahl, ob er angreifen oder verteidigen möchte, lieber die Unterlage wählt.

Das Kampfverhalten hatte sich plötzlich verändert: "Nur nicht verlieren" war das Motto statt eigene Angriff zu starten. Das fanden auch die Zuschauer zunehmend unattraktiver. Die vermehrten Passivitätsverwarnungen hätten den Trend zwar entgegenwirken können, doch da hatte FILA-Präsident Raphael Martinetti etwas dagegen. "Ich möchte nicht, dass der Kampfrichter die entscheidenden Punkte vergibt", so der Schweizer, der einen Sieger durch technische Aktionen favorisierte.

Inzwischen hat sich das Blatt wieder gewendet, es gewinnen nicht diejenigen, die zum Wurf fassen dürfen, sondern die Defensivstrategen. Eine erneute, umfassende Regeländerung, um passiver Kampfweise entgegen zu wirken, hatte die FILA vor den Olympischen Spielen 2012 in London verpasst.

Von einer Spezialistenkommission der FILA gab es eine Mini-Regeländerung: Die Griechisch-Römisch-Spezialisten müssen beim Beginn des Kampfes Brust an Brust stehen. Von den Athleten selbst wurde diese etwas verunglückte Maßnahme, das Ringen attraktiver zu gestalten, müde belächelt, die Kämpfer schubsten sich auseinander und begannen den Kampf wie gewohnt.

"Bis zu den Olympischen Spielen 2012 wird alles bleiben, wie es ist, aber dann wollen wir die Änderungen wirksam werden lassen", betonte Martinetti vor gut eineinhalb Jahren. Dafür hatte er extra "eine Kommission aus Spezialisten" zusammengesetzt.

Doch von dem nun drohenden Olympia-Rückzug wurden alle Ringer überrascht. Denn in den Sitzungen der FILA hieß es zuletzt immer nur, dass die Frauen bis Rio 2016 von derzeit vier auf insgesamt sieben Gewichtsklassen hochgestuft werden.

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