Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Sporthilfe meldet alarmierenden Befund im Spitzensport

...

Sporthilfe meldet alarmierenden Befund im Spitzensport

20.02.2013, 19:31 Uhr | dpa

Sporthilfe meldet alarmierenden Befund im Spitzensport. Der Druck auf Spitzensportler ist enorm.

Der Druck auf Spitzensportler ist enorm. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Deutsche Sporthilfe meldet einen alarmierenden Befund im deutschen Spitzensport. In einer anonymen Erhebung unter 1154 deutschen Spitzenathleten gab fast ein Drittel aller Befragten psychische Erkrankungen wie Depressionen, Burn-out oder Essstörungen an.

Überraschende 8,7 Prozent der Athleten erklärten, schon einmal an Absprachen über den Spiel- oder Wettkampfausgang beteiligt gewesen zu sein. Immerhin 5,9 Prozent der Sportler räumten die regelmäßige Einnahme von Dopingmitteln ein. Das geht aus einer von der Stiftung Deutsche Sporthilfe in Auftrag gegebenen Studie der Deutschen Sporthochschule in Köln zu Dysfunktionen des Spitzensports in Deutschland hervor.

Bemerkenswerte 79,8 Prozent der Athleten verspüren Druck aus dem Umfeld, Existenzängste werden von 57,7 Prozent als Grund für Fehlverhalten im Sport angegeben. Der Erfolgsdruck ist nach Aussage der Athleten (88,6) aber der größte Parameter für Dysfunktionen. Aufgrund dieser Erkenntnisse hat das Sozialwerk des deutschen Sports seine Förderprinzipien verändert und vergibt keine Sonderprämie mehr für EM- und WM-Medaillen. Stattdessen werden mehr Gelder in die Unterstützung einer dualen Karriere gesteckt.

"Wir brauchen ein Fördersystem, das den Druck, der ohnehin existiert, nicht noch unverhältnismäßig erhöht", sagte Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe in Berlin, wo die Studie am Dienstag im Sportausschuss des Bundestages vorgestellt wurde. "Die Förderung muss versuchen zu helfen, mit diesem Druck, der dem Leistungssport immanent ist, angemessen umzugehen. Das heißt nicht, dass man sich nicht ambitionierte Ziele setzt. Auch das gehört immer zum Leistungssport."

Parallel zur Studie wurde eine Bevölkerungsbefragung durchgeführt. Demnach sind illegale Spielabsprachen das größte Ausschlusskriterium für die Bereitschaft der deutschen Bürger, den Spitzensport finanziell zu fördern. Dagegen haben Medikamentenmissbrauch oder Doping keine signifikante Auswirkung auf die Förderbereitschaft. Auch diese Ergebnisse belegen die hohe Abneigung der Öffentlichkeit, durch Wettmanipulation oder andere Absprachen betrogen zu werden. 37,2 Prozent der befragten Athleten ließen eine Antwort auf die Frage "Waren Sie schon einmal an Absprachen über den Spiel-/Wettkampfausgang beteiligt?" aus, aber auch die 8,7 Prozent, die derartiges Fehlverhalten offenbarten, sind unerwartet hoch.

"Es müssten nun weitere wissenschaftliche Untersuchungen angestellt werden, um diese Prozentzahlen interpretieren zu können. Eine tiefere Motivforschung liegt hier nicht vor", sagte Professor Dr. Christoph Breuer, der die Studie gemeinsam mit Dr. Kirstin Hallmann von der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt hatte.

Liebe Leserin, lieber Leser, wir haben die Kommentarfunktion zu diesem Thema bewusst nicht geöffnet oder bereits wieder geschlossen. Warum wir das tun, erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion. Weitere Hinweise finden Sie in unserer Netiquette. Wir danken für Ihr Verständnis.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Anzeige 
Ist Ihr Kredit zu teuer? Sparen Sie sich das

Lösen Sie jetzt Ihren laufenden Kredit günstig ab. Mit 100€ Wechselvorteil. Jetzt informieren

Video des Tages
Brenzlige Situation 
Body-Cam eines Polizisten filmt erschreckende Szene

Der US-Beamte wird auf offener Straße von einer verdächtigen Person bedrängt. Video

Anzeige

Shopping
Shopping 
Traditionell und fesch: Trachtenmode für Sie und Ihn

Ob Dirndl, Bluse oder Lederhose, entdecken die Riesenauswahl an Trachten bei BAUR.

Shopping 
Frische Frühlings-Looks für feminine Kurven entdecken

Jetzt die aktuellen Keylooks des Frühlings ab Größe 42 shoppen. zum große Größen-Special

Shopping 
Die neuen Frühlingsfarben sind da - jetzt zugreifen!

Entdecken Sie die schönsten Styles der Frühjahrs-Saison bei AtelierGS.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITBAURCECILzalando.dedouglas.deWENZ
Sport von A bis Z

Anzeige