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Deutsche Sporthilfe: Studie über Spitzensport mit alarmierendem Befund

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Deutsche Sporthilfe meldet alarmierenden Befund im Spitzensport

21.02.2013, 12:39 Uhr | sid

Deutsche Sporthilfe: Studie über Spitzensport mit alarmierendem Befund. 40 Prozent der deutschen Spitzensportler nehmen bewusst gesundheitliche Risiken in Kauf. (Quelle: imago/eventfotografen.de)

40 Prozent der deutschen Spitzensportler nehmen bewusst gesundheitliche Risiken in Kauf. (Quelle: imago/eventfotografen.de)

Eine Studie der Deutschen Sporthilfe deckt schockierende Zustände im deutschen Spitzensport auf. Aus einer anonymen Umfrage unter 1154 deutschen Spitzenathleten geht hervor, dass psychische Probleme, Dopingmissbrauch und Manipulationsversuche einen festen Platz im deutschen Sport haben. Fast ein Drittel der Befragten offenbarte, an psychischen Erkrankungen zu leiden.

"Die Zahlen sind alarmierend. Wir nehmen diese Studie sehr ernst", sagte DLV-Präsident Clemens Prokop. Die Studie zu "Dysfunktionen des Spitzensports" wurde von der Sporthilfe bei der Deutschen Sporthochschule in Köln in Auftrag gegeben und den Mitgliedern des Sportausschusses des Deutschen Bundestages vorgestellt.

Fast 80 Prozent verspüren Druck aus dem Umfeld

Demnach gaben 11,4 Prozent der Athleten an, unter Burn-out zu leiden. Nur 46,1 Prozent beantworteten die Frage, ob sie unter der Krankheit leiden würden, mit "ehrlich nein". 5,9 Prozent der Sportler gaben an, regelmäßig Dopingmittel einzunehmen. elf Prozent gaben die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln zu, 40 Prozent nehmen nach eigener Aussage bewusst gesundheitliche Risiken in Kauf. Bemerkenswerte 79,8 Prozent der Athleten verspüren Druck aus dem Umfeld, Existenzängste werden von 57,7 Prozent als Grund für Fehlverhalten im Sport angegeben.

Mehr Gelder in die Unterstützung einer dualen Karriere

Der Erfolgsdruck ist nach Aussage der Athleten (88,6) aber der größte Parameter für Dysfunktionen. Aufgrund dieser Erkenntnisse hat das Sozialwerk des deutschen Sports seine Förderprinzipien verändert und vergibt keine Sonderprämie mehr für EM- und WM-Medaillen. Stattdessen werden mehr Gelder in die Unterstützung einer dualen Karriere gesteckt. "Wir brauchen ein Fördersystem, das den Druck, der ohnehin existiert, nicht noch unverhältnismäßig erhöht", sagte Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe.

Unerwartet hohe Beteiligung an Manipulationen

Parallel zur Studie wurde eine Bevölkerungsbefragung durchgeführt. Demnach sind illegale Spielabsprachen das größte Ausschlusskriterium für die Bereitschaft der deutschen Bürger, den Spitzensport finanziell zu fördern. Dagegen haben Medikamentenmissbrauch oder Doping keine signifikante Auswirkung auf die Förderbereitschaft. Auch diese Ergebnisse belegen die hohe Abneigung der Öffentlichkeit, durch Wettmanipulation oder andere Absprachen betrogen zu werden. 37,2 Prozent der befragten Athleten ließen eine Antwort auf die Frage "Waren Sie schon einmal an Absprachen über den Spiel-/Wettkampfausgang beteiligt?" aus, aber auch die 8,7 Prozent, die derartiges Fehlverhalten offenbarten, sind unerwartet hoch.

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