21.02.2013, 16:29 Uhr | dpa
Frankfurt/Main (dpa) - Der Leiter der Sporthilfe-Studie, Christoph Breuer, fordert weitere Untersuchungen zum deutschen Spitzensport.
"Die Ergebnisse schreien danach, dass man sich weiter mit ihnen beschäftigt", sagte Breuer der Nachrichtenagentur dpa. "Unser Wunsch ist es, dass man in weiteren Studien nun einzelne Bereiche, wie zum Beispiel das Feld der Manipulation, genauer unter die Lupe nimmt", sagte der Professor an der Sporthochschule Köln.
8,7 Prozent der befragten deutschen Topsportler hatte in der Studie "Dysfunktionen des Spitzensports: Doping, Match-Fixing und Gesundheitsgefährdungen aus Sicht von Bevölkerung und Athleten" angegeben, schon einmal an Absprachen über den Spiel- oder Wettkampfausgang beteiligt gewesen zu sein. 37,2 Prozent hatten die Frage vorsichtshalber nicht beantwortet.
"Man muss aber auch deutlich sagen, dass nicht jeder der 8,7 Prozent automatisch mit einem Wettsyndikat in Singapur in Verbindung gebracht werden darf", sagte Breuer. Auch die Zahlen zu psychischen Erkrankungen bei Athleten seien zu relativieren. Es sei nicht ein Drittel davon betroffen. "Es ist nicht zulässig, die Zahlen so zusammen zu addieren, weil auch Mehrfachnennungen möglich waren", erklärte Breuer zu Depressionen, Burn-out und Essstörungen.
9,3 Prozent der befragten Sportler gaben in der Studie depressive Erkrankungen an. 11,4 Prozent der Topathleten leiden nach eigenen Angaben unter Burn-Out. 9,6 Prozent der Sportler räumten Essstörungen ein.
Quelle: dpa
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