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Tortechnologie: Weitere deutsche Firma erhält Lizenz

25.02.2013, 12:11 Uhr | dpa

Tortechnologie: Weitere deutsche Firma erhält Lizenz. Bei der WM 2010 wurde ein Treffer des Engländers Frank Lampard im WM-Achtelfinale gegen Deutschland nicht anerkannt.

Bei der WM 2010 wurde ein Treffer des Engländers Frank Lampard im WM-Achtelfinale gegen Deutschland nicht anerkannt. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Bei der Einführung der Tortechnologie im Fußball kann eine weitere deutsche Firma darauf hoffen, vom Weltverband den Zuschlag zu bekommen.

Wie die FIFA mitteilte, wurde die Cairos technologies AG aus Ismaning mit ihrem GLT System als drittes Unternehmen mit einer Lizenz ausgestattet. Zuvor hatte die FIFA bereits den Systemen Hawk-Eye und GoalRef das notwendige Gütesiegel verliehen. An der Entwicklung von GoalRef war auch das Fraunhofer Institut in Erlangen maßgeblich beteiligt.

Die FIFA hatte am vergangenen Dienstag beschlossen, beim Confederations Cup in diesem Sommer und bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien auf technische Hilfe bei kritischen Torfragen zu setzen. Die Entscheidung, welches System tatsächlich genutzt wird, soll im April fallen. Auch ein vierter Bewerber soll noch im Rennen sein.

Wie bei GoalRef setzt auch das GLT System der Firma Cairos auf die Erzeugung von Magnetfeldern zur Ermittlung der Informationen, ob der Ball die Torlinie überschritten hat. Dafür werden im Rasen dünne Kabel verlegt, im Ball ist ein Sensor angebracht. Über zwei Empfangsantennen hinter dem Tor werden die Daten dann an einen Computer weitergeleitet, der wiederum den Schiedsrichter per verschlüsseltem Funk auf seiner Armbanduhr informiert.

Nach Angaben der FIFA wurde das GLT System vom unabhängigen Schweizer Institut EMPA Ende Dezember unter anderem im Karlsruher Wildparkstadion getestet. "Wir beschäftigen uns schon seit 2000 mit der Thematik", sagte ein Cairos-Sprecher.

Bereits am 5. Juli 2012 hatte das FIFA-Regelkomitee IFAB einstimmig Grünes Licht für die Einführung technischer Systeme gegeben, die dem Schiedsrichter anzeigen, ob der Ball die Torlinie überschritten hat oder nicht. Der Weltverband reagierte damit unter anderem auf den Torklau bei der WM 2010, als der Treffer des Engländers Frank Lampard im WM-Achtelfinale gegen Deutschland nicht anerkannt wurde, obwohl er deutlich hinter der Torlinie aufgesprungen war.

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